Tony 5

Es gibt Menschen, denen es eine grimmige Freude bereitet, andere zu quälen. Keine Ahnung warum. Heute in der Ringbahn zum Beispiel: Der Typ dreht seine Beschallung lauter. Und noch lauter. Bis wirklich alle wissen, dass er ein Freund von Technomusik ist. Man mag ja in solchen Momenten entzückt die Augen schließen und an die letzte Techno-Party auf Bali denken, 48 Stunden durchgetanzt, wenn einem sowas gefällt. Mir nicht. Ich sehe ihn an, ohne dass er mich bemerkt. Und was passiert? Sein süffisantes Dauergrinsen verschwindet. Stattdessen verzieht sich sein Gesicht immer schmerzhafter. Er reißt die Kopfhörer von den Ohren, schreit laut auf. Trampelt verzweifelt auf seiner Musikquelle herum und stürzt beim nächsten Halt aus der S-Bahn. Die anderen Fahrgäste sehen ihm nach, nicht unbedingt mit Bedauern. Und auf allen Gesichtern breitet sich ein kleines, zufriedenes Lächeln aus. Ruhe.

6 Kommentare

  1. Hm, also, naja, vielleicht solltest du aus Neukölln wegziehen, aus Berlin gar. Das tut nicht gut, dort zu wohnen. Gar nicht gut..

  2. Aber nein … tut gut! Macht Spaß! Und überhaupt: Worüber sollte ich in Klein-Pusemuckel nachdenken und schreiben?

  3. (Sprach’s und zog böse grinsend die Kettensäge raus)

  4. Vielleicht darüber, wozu Kettensägen gut – und nicht(!) gut – sind. Und Samurai-Schwerter und Küchenhandtücher und überhaupt!

  5. … zum Abtrocknen? An die Wand hängen??

  6. voll befriedigend, setzen!

Der Beitrag wurde am 10. Mai 2007 um 18:54 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Fortsetzungsroman gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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