Im Dunkeln

Es ist ja nun wirklich unpraktisch, das mit der Dunkelheit. Man sieht nämlich so schlecht. Und dummerweise wird es jetzt schon um halb sechs richtig dunkel. Ich stapfe natürlich wacker mit Cookie durch die Natur. Niemand sonst. Die anderen Hund müssen jetzt nicht mehr Gassi gehen. Eine Zeitlang genieße ich noch einen kitschig-rosa Himmel. Am Waldrand male ich mir aus, wie ein Jäger uns für irgendein schießenswertes Getier hält. Und schießt. Vielleicht würde ich hier in die Blätter sinken. Der Hund würde sich mordsmäßig aufregen. Und dem Jäger wäre das echt unangenehm, aber sicher hätte er Ausreden, Argumente, Schießgründe.
Ich gehe unbehelligt weiter und sehne mich nach meinem warmen Heim. Zwei Lichtfinger kommen um die Ecke – warum muss einer um die Zeit noch mit dem Auto durch die Natur fahren? Gibt es solche Gütlesbesitzer? Sicher nicht. Der nimmt doch nur eine Abkürzung. Ich stelle mich an den Wegesrand, bis ich erkennen kann, welche Richtung er nehmen will. Dann kann ich ausweichen. Denke ich. Und mache einen Schritt zur Seite, geblendet von den Scheinwerfern. Plumps! Wie war das mit Hoppe Hoppe Reiter? Ich liege im Graben, aber so richtig tief, alle Knochen tun weh, der Hund zerrt an der Leine und will das Auto fressen, na ganz toll. Nur mit Mühe kann ich da wieder rauskriechen. Nicht lustig!!!
Dann doch lieber die Dunkelheit. Ruhe. Krähenrufe. Und bitte keine Autos!!!
(Habe es wieder nach Hause geschafft. Nichts gebrochen, danke der Nachfrage)

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Der Beitrag wurde am 13. Dezember 2016 um 18:19 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Alltag gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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