Geschichte 1

einsam

Er saß an seinem Schreibtisch und starrte auf das Telefon. Dies war die letzte Möglichkeit, das wusste er. Den Hörer ergreifen. Die Nummer wählen. Es war doch eigentlich so einfach!
Damals, als Marie ihn verlassen hatte, war ihm noch nicht klar gewesen, wie einsam er sein würde. Heute tat es ihm richtig körperlich weh. Er nahm den Hörer in die Hand und starrte auf die Tasten. Es ging wie von selbst. Wenn wir an einem bestimmten Tiefpunkt angekommen sind, gibt es keine Peinlichkeit mehr, nur noch das Notwendige.
Sie meldete sich fast sofort. Hallo? Ich bins. Hey. Mensch. Können wir uns sehen? Ja. Ich habe so lange gewartet. Endlich. Wann? Gut, morgen. Ich freu mich.
Nur ein kleiner Handgriff! Aber er veränderte sein Leben. Plötzlich ging es auch wieder bergauf mit der Arbeit; die anderen meldeten sich wieder. Und der Hautausschlag verschwand. Zauberei? Nein.

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Der Beitrag wurde am 24. Januar 2007 um 9:10 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Fiktion gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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