Geschichte 2

zweisam und dreisam

Sie wusste, es war heller Wahnsinn. Man darf einem Mann nicht einfach seine Gefühle gestehen! Es würde vielleicht ihr ganzes geordnetes Leben zerstören. Aber es musste raus aus ihr. Okay, Dummheit siegt, sagte sie sich. Und schrieb ihm einen Brief, wie sie noch nie einen geschrieben hatte. Von Gefühlen und Ängsten und Hoffnung.
Als er abweisend und verständnislos reagierte, war sie zunächst traurig. Aber dann: Erleichtert. Sie hatte etwas gewagt, was sie sich nie zugetraut hätte, eine Frechheit, ein Mut, der sie aus ihrem Leben riss! Obwohl es ein klares „Nein“ gewesen war, fühlte sie sich bereichert. Und liebte ihr Leben und ihre Mitmenschen mehr als zuvor. Unlogisch? Aber möglich. Denn sie wusste nun, dass sie zu sich selbst stehen konnte. (Und das muss man erst man schaffen.)

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Der Beitrag wurde am 24. Januar 2007 um 9:26 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Fiktion gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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