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	<title>thoitsch &#187; Fiktion</title>
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	<description>Streifzüge durch den deutschen Alltag</description>
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		<title>Spurlos</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 13:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Zacharias Wuttke durch den frisch gefallenen Schnee zum Briefkasten stapfte und ihm dabei immer mehr von der kalten Masse in die Stiefel sickerte, konnte er sich beim besten Willen den Sommer nicht vorstellen. Hier standen eigentlich die Pfingstrosen. Weg. Hier der Rasen. Nichts. Nur K&#228;lte. Der Wald rauschte. Und Erna? Auch weg. Und er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Zacharias Wuttke durch den frisch gefallenen Schnee zum Briefkasten stapfte und ihm dabei immer mehr von der kalten Masse in die Stiefel sickerte, konnte er sich beim besten Willen den Sommer nicht vorstellen. Hier standen eigentlich die Pfingstrosen. Weg. Hier der Rasen. Nichts. Nur K&#228;lte. Der Wald rauschte. Und Erna? Auch weg. Und er verstand nichts. Ob das an seinen 83 Lebensjahren lag? M&#252;hsam &#246;ffnete er den angerosteten Briefkasten und entnahm ihm stirnrunzelnd einen Brief. Was sollte das sein? Er stapfte zur&#252;ck und lie&#223; sich im Wohnzimmer erst einmal &#228;chzend auf das Sofa fallen, bevor er sich den Brief n&#228;her besah. Kein Absender. Neutrales Papier. Nicht zugeklebt. Nicht einmal eine Briefmarke! Er zog einen Blatt Papier heraus und las: &#8220;Lieber Zach, mach dir keine Sorgen, ich brauche nur eine kleine Auszeit, bald bin ich wieder da. Deine Erna.&#8221; Wie, was, Auszeit? Was sollte das sein? Er war fassungslos. Und verwirrt. Er schlurfte zum Fenster und betrachtete seine Spuren im Schnee, die zum Tor f&#252;hrten. Die einzigen Spuren. Er war allein und wusste nicht, was tun.</p>
<p>Das gro&#223;e Haus lag ganz still. Die Dachschindeln &#228;chzten ein bisschen unter dem ungewohnten Schnee, die Kamin beheizte vor allem die gro&#223;e Wohnk&#252;che, aber oben, unter dem Dach, da heizte er noch wenig seine Umgebung. Zacharias Wuttke konnte nicht ahnen, dass davon einer profitierte. Einer, der sich gerade in seinen Schlafsack wickelte und auf seine Stunde wartete, w&#228;hrend Wuttke den Telefonh&#246;rer in die Hand nahm. Die Polizei? Die w&#252;rden bestimmt lachen, die Beamten dort. &#8220;Auszeit? Mit achtzig? Klasse, die Alte hat&#8217;s drauf!&#8221; So w&#252;rden sie ihn auslachen. Er legte den H&#246;rer wieder auf. Dann stutzte er. Etwas war eigenartig gewesen, als er telefonieren wollte. Aber was? Schrecklich. Sein Kopf funktionierte schon eine ganze Weile immer schlechter. Mal war der Schl&#252;ssel weg. Mal stand die Haust&#252;r sperrangelweit offen, nachdem er vom Einkaufen zur&#252;ckgekommen war. Und immer war es Erna gewesen, die ihn auf das Problem hinwies und dann den Schaden behob. Wo war sie nun? Wer k&#252;mmerte sich jetzt um ihn? Was gab es zum Mittagessen?</p>
<p>M&#252;rrisch ging er in die K&#252;che. Im K&#252;hlschrank musste noch ein Rest von dem Braten von gestern sein, das ginge doch. Zwei Kartoffeln waren wohl auch &#252;brig geblieben &#8230; nichts. Leere im K&#252;hlschrank, nur ein l&#228;cherliches Marmeladenglas und eine Tube Senf! Was, hatte Erna sich auch noch einen Vorrat mitgenommen? Was war hier los? In Zacharias&#8217; Kopf wuchs wieder die graue Wolke an, er kannte das schon, dann konnte er gar nicht mehr klar denken. Er setzte sich aufs Sofa und begann zu warten.</p>
<p>Unter dem Dach war es recht kalt, trotz Kaminabw&#228;rme. Au&#223;erdem war nichts mehr von dem Braten &#252;brig. Und er musste sich dringend erleichtern. Was tun? Die Alte hatte sich ihm gestern entr&#252;stet in den Weg gestellt. Selber schuld. Aber jetzt noch ein Hindernis? L&#228;stig. Der Alte schien nicht ganz klar im Kopf zu sein, das war praktisch. Aber was, wenn er doch st&#246;rte? Wenn er stutzig wurde? Polizei konnte er jetzt ganz und gar nicht gebrauchen. Die suchten ihn ohnehin &#252;berall, tja, der Ausbruch hatte gut geklappt! Nein, er w&#252;rde sich nie lebenslang in die Psychiatrie stecken lassen. Die waren doch irre!</p>
<p>Zacharias Wuttke war ein wenig eingenickt und wachte pl&#246;tzlich von einem be&#228;ngstigenden Ger&#228;usch auf. Was knurrte denn da? Es war sein Magen, wie er schnell feststellte. Er erhob sich erneut und &#246;ffnete nun den Speiseschrank. Irgendetwas musste es doch zu essen geben! Nudeln. Reis. Dosen mit Erbsen und roten Bohnen. Na also. Er setzte hei&#223;es Wasser auf und kam sich mit einem Male ganz tatendurstig vor. Seit Jahren zum ersten Mal wieder kochen! Kochen. Wo war nur Erna, verdammt noch mal? Kochen war ihre Aufgabe!</p>
<p>Die Stufen vom Dachboden ins Obergeschoss knackten ein wenig. Aber der Alte war sicher schwerh&#246;rig, also was soll&#8217;s, dachte der heimliche Gast. Er schlich sich ins Bad und genoss f&#252;r eine Weile der Erfindung von Toilette und flie&#223;endem Wasser. Wenn er entdeckt wurde? Ach, er hatte doch eh nichts mehr zu verlieren! Aber ein Haus zu gewinnen, falls ihn jemand entdeckte. Er grinste sich im Spiegel an. Es sollte nur niemand mehr wagen, sich ihm in den Weg zu stellen. Die Alte war der Beweis daf&#252;r.</p>
<p>Wuttke ahnte nichts von der Gefahr, in der er sich befand. Kurz meinte er, die Toilettensp&#252;lung zu h&#246;ren. Aber was, das Wasser kochte inzwischen laut sprudelnd. Er warf die Nudeln in den Topf. Und als es dann noch lauter zischte und rauschte, wusste er pl&#246;tzlich, was ihn vorher am Telefon irritiert hatte: Kein Rauschen! Kein Summen! Er ging an den Apparat und nahm noch einmal ab. Tot. Dieses Telefon war nicht zu gebrauchen. Und er war abgeschnitten von der Welt! Das Haus lag einsam genug am Waldrand. Internet? Wollten sie nie haben. Das gute alte Telefon war immer die Rettung und Antwort gewesen. Jetzt vermisste Wuttke einen Computer oder ein Handy. Und er vermisste seine Erna! Nein, die hatte keine &#8220;Auszeit&#8221; genommen, das war ausgeschlossen. Er ging zum Fenster. Schnee, wohin er sah. Kein anderes Haus, kein Lebewesen, kein Mensch weit und breit. Kein Mensch? Wuttke wurde nachdenklich. Keine Spur im Schnee, nur seine eigenen, auch schon undeutlicher. Kein Essen im K&#252;hlschrank. Kein Telefon. Das war nicht normal! Jemand musste ins Haus eingedrungen sein! Und der musste schon eine ganze Weile da sein.</p>
<p>Unter dem Dach sa&#223; einer und gr&#252;belte. Sollte er den Alten leben lassen? Sollte er unauff&#228;llig das Haus verlassen? Nicht bei dem Wetter! Und hier suchte ihn niemand. Hier konnte er sich wom&#246;glich wochenlang verstecken. Sehr gut.</p>
<p>Zacharias Wuttke versuchte mit aller Kraft, die Wolken in seinem Kopf zu vertreiben und sich zu konzentrieren. Ihm war nun klar: Es ging um sein Leben. Und das von Erna? War sie wom&#246;glich schon tot? Wo konnte sich jemand gut verstecken? Und wo war Erna versteckt? Vor seinem geistigen Auge tauchte der Dachboden auf. Vom Kamin mitgeheizt. Dann sah er den Keller vor sich. Dunkel. Kalt. Im Winter ging monatelang niemand dort hinunter. Das war&#8217;s.</p>
<p>Unterm Dach drehte sich der heimliche Gast gerade eine Zigarette und kam, als er das Papierchen ableckte, zu dem Schluss, dass er von nun an Alleinbewohner dieses Hauses sein wollte. Er grinste zufrieden und z&#252;ndete sich die Zigarette an. Gleich w&#252;rde er nach unten gehen.</p>
<p>Wuttke ging zur Kellert&#252;r. Kurz z&#246;gerte er, bevor er den Griff hinunterdr&#252;ckte. Die Stufen waren wie immer steil, und mit jedem Schritt schien die Temperatur um einen Grad zu sinken. Er fing an zu zittern. Ausgeschlossen, dass hier jemand eine Nacht &#252;berstand! Er ging weiter, blickte in den Weinkeller, in den Gem&#252;sekeller, zwischen die Konservenregale. Was war das? Ganz hinten, in einer Kiste, war ein B&#252;ndel, das er nicht kannte. Er n&#228;herte sich voller Angst, zog ein paar S&#228;cke zur&#252;ck. Und da lag sie. Seine Erna. Geknebelt und mit schreckgeweiteten Augen blickte sie ihn an. Sie lebte! Mit zitternden H&#228;nden befreite Zacharias seine Frau und schloss sie dann in seine Arme. Dann versuchte sie ihre ersten Schritte.</p>
<p>Er dr&#252;ckte die Zigarette am Boden aus und erhob sich. Zeit zu handeln! Er ging die Treppe vom Dachboden hinunter, dann ins Erdgeschoss. Was war das? Die T&#252;r zum Keller stand offen! Er stand auf der obersten Stufe und lauschte. Nichts. Doch dann sp&#252;rte er einen Sto&#223; von hinten und rasend schnell kamen die restlichen Stufen auf ihn zu, als er fiel und fiel und dann auf dem Kellerboden liegen blieb. Oben standen Erna und Zacharias. &#8220;Gut, dass wir uns so beeilt haben, was?&#8221;, fl&#252;sterte er ihr zu. Dann traten sie zur&#252;ck und verschlossen die Kellert&#252;r gut.</p>
<p>Die Polizei staunte nicht schlecht, als sie vom Handy eines geisteskranken Ausbrechers aus angerufen wurden, um diesen (mit einem Armbruch und ein paar Sch&#252;rfwunden) abzuholen. Das Rentnerehepaar erholte sich schnell von dem Schock. Und Zacharias Wuttke fing dann sogar an, f&#252;r seine Frau zu kochen. Manchmal.</p>
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		<title>So ist&#8217;s in Bibabuhlenbach! Ein harmloser kleiner Dorfkrimi aus dem Schwarzwald.</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 17:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Martin unter dem Zaun durchkroch, wusste er nat&#252;rlich, dass das nicht erlaubt war. Aber konnte man immer nur das tun, was erlaubt war? Er schlich leise durch die H&#252;gel, stellte sich vor, wie die Soldaten sich hier angepirscht hatten, wie es geknallt haben musste. Stark! Peng Peng! Der ehemalige Truppen&#252;bungsplatz war wirklich der ideale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Martin unter dem Zaun durchkroch, wusste er nat&#252;rlich, dass das nicht erlaubt war. Aber konnte man immer nur das tun, was erlaubt war? Er schlich leise durch die H&#252;gel, stellte sich vor, wie die Soldaten sich hier angepirscht hatten, wie es geknallt haben musste. Stark! Peng Peng! Der ehemalige Truppen&#252;bungsplatz war wirklich der ideale Spielplatz f&#252;r einen 15-J&#228;hrigen. Er ging zum Waldrand, setzte sich an einen Baum, schloss die Augen und lie&#223; den sandigen Boden durch die H&#228;nde rieseln. Da f&#252;hlte er etwas. Er zog etwas aus dem Boden. Metall, der Abzug griffbereit, Patronen steckten, die Waffe sah aus wie im Film: M&#228;chtig! Das w&#252;rde sein Leben ver&#228;ndern! Wenn die w&#252;ssten! Stolz ging er mit dem verbotenen Fund nach Hause. Peng! Peng! In Bibabuhlenbach.</p>
<p>Die Erste, an der er seine neue Macht testete, war seine kleine Schwester Nina. Wieder einmal wollte sie in sein Zimmer, an seine Sachen. Er musste nur in der T&#252;r stehen und ganz leise sagen: „Die ist echt. Pass in Zukunft lieber auf!“ Und weg war sie. Die Mutter w&#252;rde ihr das nie glauben. Er lachte leise. Seine Mutter hatte sowieso andere Dinge zu tun: Die neuen Nachbarn beobachten zum Beispiel. Die waren vermutlich schlechte Menschen. Martin hatte schon in der Schule mitgekriegt, dass die Tochter von denen nicht am Religionsunterricht teilnahm. Und das bei ihnen in Bibabuhlenbach! Als diese Leute dann am Sonntag auch noch im Gottesdienst fehlten, war Schluss. Peng Peng in Bibabuhlenbach!</p>
<p>Alle halfen mit, das Dorf sauber zu halten. Eine tote Katze wurde den verd&#228;chtigen Nachbarn &#252;ber den Zaun geworfen. Die stank schon etwas. Kurz darauf brannte ihre Scheune, und als sie die Polizei kam, erz&#228;hlte Martins Mutter, diese Menschen h&#228;tten die Scheune selbst angez&#252;ndet. Saubere Arbeit! Nat&#252;rlich glaubte der Polizist der Bibabuhlenbacherin, nicht den Fremden. Auch im Dorfladen verkaufte man ihnen nichts mehr. Sollten die doch sehen, wie sie an Lebensmittel kamen! Martins Mutter war so mit dieser neuartigen Nachbarschaftsarbeit besch&#228;ftigt, dass der Junge mehr als sonst sich selbst &#252;berlassen blieb. Und er legte sich &#252;berall auf die Lauer, die Waffe in der Hand. Peng! Den Fremden wurden w&#228;hrenddessen von irgendwem die Fensterscheiben eingeschmissen. Martin sah zu und bef&#252;hlte dabei wohlig die Waffe. Die kleine Tochter der Fremden wurde geh&#228;nselt und gesto&#223;en. Martin l&#228;chelte. Seiner eigenen Schwester aber gab er einen Tritt, als die Eltern es nicht sahen. Und nochmal Peng Peng in Bibabuhlenbach!</p>
<p>Die Zugezogenen, diese Ungl&#228;ubigen, suchten bald schon einen K&#228;ufer f&#252;r ihr Haus. Die D&#246;rfler nahmen es kopfsch&#252;ttelnd zur Kenntnis. Wo es doch so sch&#246;n war im Schwarzwald! Bei der Begr&#252;&#223;ung hatten sie die Fremden ja noch begr&#252;&#223;t: &#8220;Herzlich willkommen bei uns in Bibabuhlenbach, wo die Welt noch in Ordnung ist!&#8221; Martin stand bewaffnet am Fenster seines Zimmers und starrte hin&#252;ber zu den Nachbarn, die so anders waren als alle im Ort. Peng! Als seine Mutter ihn rief, legte er seine Waffe schnell in den Kleiderschrank und rannte nach unten. Dort sa&#223;en sie wieder, die Guten der Gemeinde, und beratschlagten, was noch zu tun w&#228;re gegen das Schlechte in dieser Welt. Auch im Nachbardorf kenne man Leute, die einen unchristlichen Lebensstil h&#228;tten. Auch dort musste etwas getan werden! Heiden waren das doch. Martin musste schnell zum Laden laufen und noch Bier holen, damit lie&#223; sich besser diskutieren.</p>
<p>Ein Schuss hallte durch die d&#246;rfliche Ruhe, gerade als Martin wieder auf dem Heimweg war. Peng? Alle str&#246;mten sie nun zusammen, um die Fremde anzustarren, wie sie in ihrem eigenen Blut lag, direkt vor ihrem Haus. Man hielt die kleine Nina fest, die noch die Waffe an sich dr&#252;ckte. Sie alle schwiegen betreten, als sie ihr das m&#246;rderische Ding aus der Hand nahmen und das verwirrte Kind dann wegf&#252;hrten. Die Mutter aber presste sich die H&#228;nde vor den Mund, um nicht laut loszuschreien. Nichts war in Ordnung in Bibabuhlenbach! Peng.</p>
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		<title>Vom Terror in den &#246;ffentlichen Verkehrsmitteln</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 16:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt ja immer noch Menschen, die bekommen beim Anblick eines herrenlosen Koffers oder eines seltsamen, l&#228;nglichen Pakets unter dem Arm eines B&#228;rtigen gleich Panik. L&#228;cherlich! Der wahre Terror ist l&#228;ngst organisiert, er findet t&#228;glich statt und ist erfolgreich! Die geheimen Schulungszentren f&#252;r St&#246;renfriede arbeiten vor allem an den Wochenenden und abends, wenn keiner es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja immer noch Menschen, die bekommen beim Anblick eines herrenlosen Koffers oder eines seltsamen, l&#228;nglichen Pakets unter dem Arm eines B&#228;rtigen gleich Panik. L&#228;cherlich! Der wahre Terror ist l&#228;ngst organisiert, er findet t&#228;glich statt und ist erfolgreich!</p>
<p>Die geheimen Schulungszentren f&#252;r St&#246;renfriede arbeiten vor allem an den Wochenenden und abends, wenn keiner es merkt. Und dann werden die Aktivisten auf die Menschheit losgelassen, am besten Montagmorgen um acht. Eine Gruppe hat sich auf die Verbreitung von Viren spezialisiert. In den Kursen erlernen sie effektives Niesen und R&#246;cheln, das auch den st&#228;rksten Gesundmenschen die U-Bahn fluchtartig verlassen l&#228;sst. Ganz eifrig senden sie ihr kr&#228;figes Hatschi in die Bahn, um sich dann mit der vollgeniesten Hand an der allgemeinen Haltestange festzuhalten. Klasse!<br />
Eine andere Gruppe ist immer mit Schirmen bewaffnet. Damit kann man hervorragend Fahrg&#228;ste auf S-Bahn-Bahnsteigen stolpern lassen. Auf Treppen werden diese Waffen ruckartig nach hinten gesto&#223;en; allein im Jahr 2010 wurden dadurch erfolgreich siebzehn Augen vernichtet und 23 Nasen verunstaltet. Mit nassen Regenschirmen kann man zudem ganz wunderbar Sitzfl&#228;chen beflecken, Kopien unlesbar machen und einem die Lekt&#252;re verleiden.<br />
Die dritte Gruppe besteht aus Experten f&#252;r intellektuelle Handy-Gespr&#228;che. M&#246;glichst laut gebr&#252;llt, erf&#252;llen sie jede Bahn mit geistreichen Wortfetzen, die anderen Fahrg&#228;sten das Lesen, Tr&#228;umen oder Reden unm&#246;glich machen: &#8220;Ja, und dann hat mir das Amt auch noch dreihundert Euro abgezogen, und der Schei&#223;kerl bezahlt keinen Unterhalt, und der Kleene hat schon wieder das Bett vollgepinkelt &#8230;&#8221; &#8220;Nee, warte oben an der U-Bahn, oben, Mensch, biste denn total verbl&#246;det, oben sollste warten, h&#246;rste mir eigentlich zu &#8230;&#8221;<br />
Ungl&#252;ckliche G&#228;ste von U- und S-Bahn werfen sich verstehende Blicke zu (schon wieder so ein Irrer), zucken mit den Achseln und starren dann melancholisch aus dem Fenster. Doch die Moral f&#252;r den Tag wird unterh&#246;hlt, zerm&#252;rbt, und das ist das Ziel dieses gut organisierten Terrors: Zersetzung. Passt also auf! Und nehmt euch ein gutes Buch zur Ablenkung mit.<br />
Die st&#228;rkste Truppe arbeitet &#252;brigens zurzeit von innen, bei der S-Bahn selbst! Zuverl&#228;ssige Anzeigen, ausreichend Platz in der S-Bahn, P&#252;nktlichkeit? Ha, das war vielleicht einmal! Tausende dr&#228;ngen sich bei Eisesk&#228;lte auf schmalen Bahnsteigen, drohen, auf die schneebedeckten Schienen gesto&#223;en zu werden oder nicht mehr in die &#252;bervolle Bahn eingelassen zu werden. Wer sich auf Ansagen oder Anzeigen verl&#228;sst, ist selber schuld. Und w&#228;hrend sich die Berliner Bev&#246;lkerung verzweifelt ans Ziel schleppt und schon nicht mehr aufbegehrt, auch bei der Arbeit nicht mehr, w&#228;hrenddessen also reiben sich die fiesen Aktivisten im Hintergrund grinsend die H&#228;nde und formulieren munter ihre n&#228;chste S-Bahn-Ansage: &#8220;Meine Damen und Herren, aufgrund unberechenbarer Wetterverh&#228;ltnisse wird die S47 Richtung S&#252;dkreuz voraussichtlich 35 Minuten Versp&#228;tung haben! Wir bitten um Ihr Verst&#228;ndnis!&#8221; Was sie nat&#252;rlich nicht erhalten. Wer dann &#252;brigens schnell zum n&#228;chsten B&#228;cker huscht, um sich einen Kaffee zu g&#246;nnen und sich ein bisschen aufzuw&#228;rmen, der wird erleben, dass genau in dem Moment, da er den Bahnsteig verlassen hat, die S-Bahn doch noch kommt und zwei/drei schmale Personen sich hineinpressen k&#246;nnen. Der Kaffeetrinker h&#246;rt dann nur noch aus der Ferne: &#8220;Zur&#252;ckbleiben, bitte!&#8221;</p>
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		<title>Gedanken zur Matth&#228;us-Passion</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 13:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schon sch&#246;ne Musik, keine Frage. Gestern im Konzerthaus konnte sie mich wirklich berauschen. Wunderbare Solisten, tolles Orchester, ein eifriger Chor (mit mir;) und ein and&#228;chtiges Publikum &#8230; aber mal ehrlich: Muss das wirklich so lang sein? K&#246;nnte man nicht, ohne Bach zu nahe zu treten, diese ewig langen Passagen, bei denen man sowieso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon sch&#246;ne Musik, keine Frage. Gestern im <a href="http://gentlemensworld.blogspot.com/2010/03/auftakt-zur-osterzeit-bachs-matthaus.html">Konzerthaus</a> konnte sie mich wirklich berauschen. Wunderbare Solisten, tolles Orchester, ein eifriger Chor (mit mir;) und ein and&#228;chtiges Publikum &#8230; aber mal ehrlich: Muss das wirklich so lang sein? K&#246;nnte man nicht, ohne Bach zu nahe zu treten, diese ewig langen Passagen, bei denen man sowieso kein Wort versteht, rausschmei&#223;en und nur die fetzigen Teile drinlassen, gestutzt auf sagen wir mal ertr&#228;gliche 80 Minuten? Das w&#252;rde dann in etwa so aussehen:</p>
<p>Chor: Kommt helft mir klagen!</p>
<p>Evangelist (=Erz&#228;hler): Bald ist Ostern und Jesus wird gekreuzigt!</p>
<p>Chor: Herzliebster, was hast du verbrochen?</p>
<p>St&#252;cke aus den Rezitativen: Bu&#223; und Reu, knirscht das S&#252;ndenherz entwei &#8230;</p>
<p>Jesus (mit Heiligenschein in Form von Geigen): Einer unter euch wird mich verraten!</p>
<p>Chor: Herr! Bin ichs? Bin ichs???</p>
<p>Erz&#228;hler: Und die Hohenpriester und &#196;ltesten legten die H&#228;nde an Jesum und ergriffen ihn.</p>
<p>Chor: Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden!</p>
<p>Pilatus: Was soll ich denn machen mit Jesu?</p>
<p>Volk: Lass ihn kreuzigen!</p>
<p>Seelenschmerz &#8211; Jammer &#8211; Marters&#228;ule &#8211; Tr&#228;nen &#8211; Wunden bluten &#8230;</p>
<p>Erz&#228;hler: Da speieten sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit F&#228;usten &#8230;</p>
<p>&#8230; drei&#223;ig Silberlinge &#8230; und erh&#228;ngete sich selbst &#8230;</p>
<p>Volk: Lass ihn kreuzigen!!!</p>
<p>O Gei&#223;elung, o Schl&#228;g, o Wunden!</p>
<p>Jesus: Eli, Eli, lama asabthani?<br />
Mein Gott, warum hast du mich verlassen?</p>
<p>Erz&#228;hler: &#8230; und verschied.</p>
<p>Chor: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn!</p>
<p>Chor: Wir setzen uns mit Tr&#228;nen nieder und rufen dir im Grabe zu:<br />
Ruhe sanfte, sanfte ruh!</p>
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		<title>Winzlingskrimi</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 16:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seine Hand zitterte, als er die Waffe auf den Mann richtete. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren! Alles hing von den n&#228;chsten Sekunden ab, alles. Ob Gundi zu ihm zur&#252;ckkehrte. Ob er die Wohnung behalten konnte. Und ob er einfach genug Geld h&#228;tte, um weiterzuleben! Er dr&#252;ckte ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seine Hand zitterte, als er die Waffe auf den Mann richtete. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren! Alles hing von den n&#228;chsten Sekunden ab, alles. Ob Gundi zu ihm zur&#252;ckkehrte. Ob er die Wohnung behalten konnte. Und ob er einfach genug Geld h&#228;tte, um weiterzuleben!<br />
Er dr&#252;ckte ab.</p>
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		<title>Ganz kleines Liebesdrama</title>
		<link>http://blog.nextz.de/382</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie starrte auf die Tasten ihres Mobeltelefons, bis die Augen zu tr&#228;nen anfingen. Er antwortete nicht. Wieder nicht. Keine Reaktion, nur b&#246;ses, kaltes Schweigen. Sie hatte es geahnt! Sicher sa&#223; er schon mit dieser oberd&#228;mlichen Sandy im Eiscafé. Sicher hielten die beiden H&#228;ndchen, w&#228;hrend sie hier fast starb vor Sehnsucht. Er hatte sie ja gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie starrte auf die Tasten ihres Mobeltelefons, bis die Augen zu tr&#228;nen anfingen. Er antwortete nicht. Wieder nicht. Keine Reaktion, nur b&#246;ses, kaltes Schweigen. Sie hatte es geahnt! Sicher sa&#223; er schon mit dieser oberd&#228;mlichen Sandy im Eiscafé. Sicher hielten die beiden H&#228;ndchen, w&#228;hrend sie hier fast starb vor Sehnsucht. Er hatte sie ja gar nicht verdient! Ja, sie w&#252;rde Schluss machen, ihr Entschluss stand fest, sie w&#252;rde es ihm so richtig fett reinw&#252;rgen. Er sollte genauso leiden wie sie!<br />
&#8220;Ja, hallo? Bist du&#8217;s, Kleine?&#8221; Es machte ein kleines &#8220;Pling&#8221; in ihrem Herzen. &#8220;Hey du, ich hatte solche Angst, du k&#246;nntest &#8230;&#8221; &#8211; &#8220;Na h&#246;r mal. Ich hab gerade Pr&#252;fung gehabt! Sehen wir uns nachher?&#8221; Sie schmolz dahin. Alle b&#246;sen Gedanken waren vergessen. Oh ja, er war ihre gro&#223;e Liebe, und nichts w&#252;rde sie auseinanderbringen!</p>
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		<title>Klein, aber fein</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man k&#246;nnte eine Mini-Liebesgeschichte erfinden, den Winzlingskrimi, das Tropfen-Drama: Klein muss es sein, und alle Merkmale seiner gro&#223;en Kollegen haben. Nur aber so klein, dass man das Werk mal eben in der U-Bahn vom Handy ablesen kann. Und wenn mir dann jeder Leser einen Euro pro Drama zahlen w&#252;rde, was w&#228;r das fein!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man k&#246;nnte eine Mini-Liebesgeschichte erfinden, den Winzlingskrimi, das Tropfen-Drama: Klein muss es sein, und alle Merkmale seiner gro&#223;en Kollegen haben. Nur aber so klein, dass man das Werk mal eben in der U-Bahn vom Handy ablesen kann.<br />
Und wenn mir dann jeder Leser einen Euro pro Drama zahlen w&#252;rde, was w&#228;r das fein!</p>
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		<title>Essensausgabe</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 19:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An sich war die Arbeit gar nicht so schlecht: Kartoffen sch&#228;len, T&#246;pfe putzen und Punkt zw&#246;lf vorne am Tresen stehen und das Essen ausgeben. An sich. Die K&#252;che war sauber und auch die Lebensmittel stanken nicht, das musste sie schon zugeben. Gut, einen Euro f&#252;r eine Stunde war nicht viel, aber doch eine Aufstockung ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An sich war die Arbeit gar nicht so schlecht: Kartoffen sch&#228;len, T&#246;pfe putzen und Punkt zw&#246;lf vorne am Tresen stehen und das Essen ausgeben. An sich. Die K&#252;che war sauber und auch die Lebensmittel stanken nicht, das musste sie schon zugeben. Gut, einen Euro f&#252;r eine Stunde war nicht viel, aber doch eine Aufstockung ihrer Bez&#252;ge, da wollte sie sich nicht beschweren. Das Problem war diese Frau. Hubner hie&#223; sie, und ihre Augen waren &#252;berall.<br />
Am Anfang hatte sie das gar nicht gemerkt. K&#252;chenhilfe, das sollte sie sein, nichts weiter. Nur die Regeln waren ihr etwas komisch vorgekommen: &#8220;So&#223;e und Fleisch sind stets &#252;ber Kartoffeln oder Reis zu geben&#8221;. Komische Sache, aber na bitte, es gibt schlimmere Regeln, oder? Munter hatte sie immer alles &#252;ber die Beilagen gekippt, es sah aus wie ein brauner Vulkan, und freundlich hatte sie den Leuten einen guten Appetit gew&#252;nscht. Auch wenn sie sie nicht verstanden &#8211; der Wille z&#228;hlte doch, oder? Und Hunger hatten die offensichtlich, so wie die auf der anderen Seite ihres Tresen standen und sie anstarrten. Jeden Tag dasselbe. Zack, Patsch, r&#252;berreich. Bis sie seine Augen gesehen hatte. Er nahm den Teller, blickte darauf und sah sie nur an. Verzweifelt? Aber warum?<br />
Sie fing an ihn zu beobachten. Er setzte sich mit seinem Essen immer an denselben Platz, nahm seine Gabel und stocherte in den wenigen unbedeckten Zonen herum. Was sollte das, war man in seinem Land so anspruchsvoll? Immerhin bekam er hier doch Asyl, da sollte er sich doch etwas dankbarer zeigen. Sie wurde w&#252;tend, wollte noch eindeutiger die So&#223;e verteilen. Doch gerade, als sie am n&#228;chsten Tag die gro&#223;e Sch&#246;pfkelle hob, sah sie seinen flehentlichen Blick und ein fast unmerkliches Kopfsch&#252;tteln. Keine So&#223;e? Da h&#246;rte sie hinter sich schon die scharfe Stimme der Hubner. &#8220;Nun machen Sie schon, das dauert ja ewig, die warten doch!&#8221;<br />
Sie kippte die dicke So&#223;e mit ihren St&#252;cken &#252;ber die Nudeln und wandte sich dem n&#228;chsten zu. Und doch musste sie ihn sp&#228;ter beobachten, wie er fast nichts zu sich nahm. Mager, wie der war, warum a&#223; er denn nicht? Sein hageres Gesicht war nicht sch&#246;n, die schwarzen Augen so fremd f&#252;r sie.<br />
Am n&#228;chsten Tag gab es wieder eine Versammlung: &#8220;Und nicht vergessen, Fleisch und Beilage geh&#246;ren zusammen! Es geht hier schlie&#223;lich um Integration; wir sind in Deutschland, hier wird gutes Schweinefleisch gegessen!&#8221;<br />
Am n&#228;chsten Tag fing sie damit an. Sie schob den Reis und das Gem&#252;se auf die eine Seite. Aus Erbsen baute sie einen kleinen Wall in der Mitte; schnell musste es gehen und auffallen durfte es nicht. Aber sie schaffte es: Jenseits des Erbsenwalls war der braune See mit seinen kleinen Schweineinseln. Unerreichbar. Sie reichte ihm seinen Teller und sah, wie seine Augen aufleuchteten.<br />
Zum ersten Mal a&#223; er sich satt in Deutschland.</p>
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		<title>Eine Liebesgeschichte in Hokkaido</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 18:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht m&#246;chte sich ja irgendjemand in eine andere Welt versetzen lassen. Hokkaido, im Norden Japans. Eine Frau versucht sich und ihren kleinen Sohn auf ihrem Bauernhof durchzubringen, als ein fremder Arbeiter kommt und ihr Leben ver&#228;ndert. Reinschnuppern? Bei You Tube. Mein Lieblingsschauspieler Ken Takakura ist der einsame Held. Wie immer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht m&#246;chte sich ja irgendjemand in eine andere Welt versetzen lassen. Hokkaido, im Norden Japans. Eine Frau versucht sich und ihren kleinen Sohn auf ihrem Bauernhof durchzubringen, als ein fremder Arbeiter kommt und ihr Leben ver&#228;ndert. Reinschnuppern? Bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JBDkwdtUTWs&amp;feature=related">You Tube.</a></p>
<p>Mein Lieblingsschauspieler Ken Takakura ist der einsame Held.<br />
Wie immer.</p>
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		<title>Wir sind wieder (mal) wer!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 10:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; und darum k&#246;nnen wir uns stark f&#252;hlen, ja so stark. Und darum k&#246;nnen wir aufs Gas dr&#252;cken, oh wie sch&#246;n, wenn wir einen Fu&#223;g&#228;nger sehen, und schneller fahren, und noch schneller. Vielleicht erwischen wir ihn ja noch, den Schw&#228;chling, der keine F&#228;hnchen tr&#228;gt und frech &#252;ber unsere Stra&#223;e geht. Wir aber sind die Guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und darum k&#246;nnen wir uns stark f&#252;hlen, ja so stark. Und darum k&#246;nnen wir aufs Gas dr&#252;cken, oh wie sch&#246;n, wenn wir einen Fu&#223;g&#228;nger sehen, und schneller fahren, und noch schneller. Vielleicht erwischen wir ihn ja noch, den Schw&#228;chling, der <em>keine</em> F&#228;hnchen tr&#228;gt und frech &#252;ber unsere Stra&#223;e geht.<br />
Wir aber sind die Guten und die Starken und die Meister in Deutschland.</p>
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