Ein erster Satz?

19. Juni 2007 um 23:38 Uhr

Ist schon ulkig, was es alles für Preisausschreiben gibt, um irgendwas zu bewerben. Literatur zum Beispiel. Jetzt suchen sie also den schönsten ersten Satz eines Werks, aha! Sollte man nicht gleich einen Haufen dramatischer / romantischer / anspruchsvoller Sätze liefern und die lesemüden Leser dann ankreuzen lassen?

Die heutige Auswahl:
1. Eine eiskalte Hand schloss sich um seinen Hals, und während er dem schmutzigen Asphalt entgegensank, sah er ein Gesicht vor sich, dass grauenhafter nicht hätte sein können.
(Du liebe Zeit, was für einen Quatsch schreibe ich denn da?)
2. All die Jahre hatte sie sich nach diesem einen Moment gesehnt, nach dem Moment, in dem er sie an sich ziehen würde, ihr und die Augen sehen und ihr die Frage aller Fragen stellen würde.
(Wird ja immer schlimmer …)
3. Er öffnete die Augen und sah!
(Na, der tut keinem weh, der Satz.)

Jedenfalls könnte man es dann doch gleich bei dem ersten Satz belassen!

Der abgeschlossene Roman: Einfach weg

18. Juni 2007 um 18:06 Uhr

Er kam nach Hause und wusste: Etwas war anders. Und als könnte er dadurch diese Veränderung, von der er noch gar nichts Konkretes wusste, ungeschehen machen, stellte er die Einkaufstaschen ganz besonders behutsam auf den Küchenboden; richtete sich dann zögerlich auf und holte tief Luft. Hatte er etwas vergessen? Nudeln, Bier, Klopapier … nein. Hatte er etwas gesehen, unbewusst, das jetzt langsam in sein Gehirn kroch und ihn später quälen würde? Nicht das er wüsste.
Er sah sich um. In der ganzen Wohnung. Öffnete sogar die Kleiderschränke! Und da wurde ihm klar: Sie war weg. Einfach weg. So war das also. Nach all den Jahren!

Er schloss die Kleiderschränke und räumte seine Einkäufe in Kühlschrank und Küchenregal. Vielleicht ein Verbrechen? Grausame Ermordung einer Mittfünfzigerin in Berlins Norden? Nö, dann hätte sie ihre Sachen nicht mitgenommen. Hatte sie auf ihre alten Tage noch einen knackigen Liebhaber aufgetan und war mit ihm durchgebrannt? Der Gedanke stieß ihn ab. Nicht doch seine Freda! Klopapier ins Bad geräumt. Das würde nun doppelt so lange reichen, jetzt, wo er alleine war. Hatte auch seine Vorteile.

Dann machte er es sich vor dem Fernseher gemütlich. Zum ersten Mal in seinem Leben würde niemand dabei zetern!
Er seufzte zufrieden.

Kategorie Fiktion | Kommentare deaktiviert

Mini-Krimi: Mit Mephisto unter einer Decke

7. Juni 2007 um 23:28 Uhr

Im Grunde war es ganz einfach – es kam nur auf die richtige Mischung an! Abends ein kleines Tröpfchen in den Abendtee. Morgens eine Prise unter den Kaffee gemischt … das musste doch einfach funktionieren. Dachte er. Denn mit anderen Mitteln würde er wohl nie aus dieser Zweisamkeit herauskommen; eine Gemeinschaft, die mehr war als eine Wohngemeinschaft: Eine Fessel! Anfangs hatte ihm sein lieber Professor angeboten, ein Weilchen bei ihm zu wohnen, das war sicher nett gewesen. Und da es in jener verträumten kleinen Universitätsstadt sehr schwierig war, eine angemessene Wohnstatt zu finden, hatte er gerne angenommen. Aber aus dem gemeinsamen Wohnen war mehr geworden. Zuerst eine zurückhaltende Männerfreundschaft, bei der nicht zu viel gesprochen wurde. Ein gemeinsames Bierchen am Abend, vielleicht ein Spaziergang am Sonntag. Doch dann fühlte er langsam, wie sich die Zuneigung des Lehrers wie Schlingen um ihn legten. Es konnte geschehen, dass er nachts aufwachte, aber nicht die Augen öffnete aus Angst, den anderen zu sehen: Am Bett stehend, ihn anstarrend. Er glaubte dessen Atemzüge zu hören. Was würde der machen, wenn er tief schlief?
Die Seltsamkeiten nahmen zu. Seine Zahnbürste fühlte sich plötzlich fremd an, als hätte sie jemand benutzt. Ihm wurde übel bei dem Gedanken. Die Papiere in seiner Schreibtischschublade wirkten umgeordnet, ohne dass er eine konkrete Veränderung benennen konnte. Und seine Wäsche schien über Nacht die Fächer zu wechseln.
Auszug? Niemals. Mit der Zeit war die Gemeinsamkeit so innig, dass daran nicht zu denken war. Einmal hatte er dem Alten gegenüber angedeutet, dass es da eine gewisse junge Frau gäbe und man womöglich zusammenziehen wollte. Er hatte dabei ganz vage und unbestimmt gesprochen, nur vorfühlen wollen! Wenige Tage später war seine Angebetete abends auf dem Heimweg von einem Unbekannten überfallen worden. Man fand ihre Leiche erst am nächsten Morgen, nicht weit von ihrem Wohnhaus. Erwürgt.
Danach war er vorsichtig geworden. Nur noch geheime Liebschaften ohne Zukunftspläne. Er wusste, dass der andere ihn in der Hand hatte. Der hätte seine Karrierepläne in Sekundenschnelle zerstört. Er wusste, er war ein Nichts ohne ihn. Und doch war nun der Punkt erreicht, da er es nicht mehr ertragen konnte.

Das Mittel wirkte sanft. Ein schläfrig-träumerisches Gefühl setzte ein, dessen sich der Vergiftete gar nicht bewusst war. Nun war der Junge es, der sich nachts in die Nähe des Alten schlich und ihm Dinge einredete, die nicht sein durften. Er konnte sehen, dass der andere nichts merkte, nichts verstand. Tag für Tag wurde die Stimme deutlicher und der Auftrag dringlicher: Finde sie. Finde die Eine, die dich lieben wird. Du bist jung, du bist klug!
Und der Alte zog los und sprach ein junges Mädchen an. Wie leicht es giing! Sicher war sie auch geschmeichelt, da sie der Herr Professor eines Blickes würdigte. Er genoss es, den Alten in seiner plötzlichen Verliebtheit zu sehen. Es ging fast zu glatt. Sie gab dem Alten nach. Sie wurde schwanger.

An diesem Punkt verlassen wir Herrn G aus W.. Er sitzt zurzeit in Untersuchungshaft; wurde festgenommen wegen Verdachts auf Vergiftung, eine junge Frau aus dem Ort hatte ihn angezeigt. Diese lebt jetzt mit einem angesehenen Universitätsprofessor in dessen Villa und erwartet ihr zweites Kind. Nachbarn sagen, dass das ungleiche Paar eine sehr glückliche Ehe führt und die junge Frau nur durch das seltsame Verhalten des ehemaligen Studenten ihres Mannes auf das Gift aufmerksam wurde. Ihr Mann sei wohlauf, heißt es.
Herr G. verbringt seine Tage meisten damit, auf die Gefängniswand einzureden. Aber keiner beachtet ihn sonderlich.

Kategorie Fiktion | Kommentare deaktiviert

Fahrgastbefragung

7. März 2007 um 23:30 Uhr

Sie kannte das schon: Ab und zu kam eine freundliche Fragetante in der U-Bahn auf sie zu, einen Block in der Hand. Und fragte unaufdringlich nach der Fahrt, den Umsteigebahnhöfen, vielleicht nach der Art der Fahrkarte. Also war sie heute nicht sonderlich überrascht und nickte bereitwillig, als sie angesprochen wurde:

“Entschuldigung, wir führen eine neue Fahrgastbefragung durch. Stört es Sie, wenn ich Ihnen ein paar ganz persönliche Fragen stelle?”
Nur los, dachte sie, hab mein Buch ja noch nicht rausgeholt.

“Welcher von den anderen Fahrgästen käme am ehesten als potenzieller Sexpartner für Sie in Frage?”
Sie sieht sich um und erblickt einen attraktiven Türken in Lederjacke, sagt aber nichts. Die Fragetante macht ein Kreuzchen auf ihren Block. Als sie sich vorbeugt, sieht sie verschiedene Ankreuzmöglichkeiten:
Dunkler Typ – Germanischer Typ – Desinteresse.
Vor dem dunklen Typ ist jetzt ein Kreuzchen.

“Nächste Frage: Wenn Sie über die Bierflaschenfrage in öffentlichen Verkehrsmitteln entscheiden dürften, was würden Sie bestimmen?”
- Raus mit den Kerlen mit Alkohol?
- Schmeißt nur die Flaschen raus?
- Darf ich auch mal nen Schluck aus der Pulle haben?
Sie muss nicht lange nachdenken und entscheidet sich für den Schluck.

“So. Jetzt würde ich gerne wissen, was Sie von einer einheitlichen Kleiderordnung halten. Sollten Personen, die nicht angemessen bekleidet sind (vor allem im Sommer) von so etwas wie Türstehern von der Fahrt abgehalten werden?”
Inzwischen nehmen auch die anderen Fahrgäste regen Anteil an den ganz persönlichen Fragen. Manche schimpfen über leicht bekleidete junge Frauen, andere über Maskierte in Kettenhemden. Sie entscheidet sich für die Antwort “Solange sie nicht stinken …”

“Dann wüsste ich als Nächstes gern, was Sie machen würden, wenn einer neben Ihnen zu rauchen anfinge.”
Da weiß sie die Antwort natürlich – sie würde sich auch eine Flumme gönnen.

“Ich muss mich wirklich für Ihre Geduld bedanken; all das dient dem harmonischeren Miteinander, darum ist es absolut wichtig, über die Bedürfnisse unserer Fahrgäste Bescheid zu wissen. Wie stehen Sie zu herabgesetzten Preisen von leichten Drogen in der BVG? Nach dem Motto ‘Berauscht durch Berlin’?
Damit hat sie kein Problem und gibt ihr Kreuzchen für “Hey, gib mal die Tüte weiter, Alter”.

“Nun zum Schluss kommt noch unser kleiner Psychotest, dann sind Sie befreit. Wie würden Sie reagieren, wenn ein kräftiger Mann seine zarte Frau hier in der U-Bahn verprügeln würde?
- Selber schuld, die Kuh.
- Moment mal, ich such mal eben mein Tränengas.
- Hey Typ, komm mal her, ich zeig dir, was ich im Kampfkurs gelernt habe.
Sie muss sehr lange überlegen und nimmt dann den Kampfkurs. Schon den Mitfahrern zuliebe, die alle gespannt auf die Antworten warten. Am Ende sind alle zufrieden:
Die Fragetante hat ihre Antworten, sie hatte Unterhaltung und die anderen Fahrgäste erst recht. Als dann die Interviewerin verprügelt wird, schreitet niemand ein, weil man auf die Pointe wartet. Sie aber blinzelt dem attraktiven Türken zu.

Kürzestroman: Die Heimkehr

5. März 2007 um 12:20 Uhr

Er kehrte heim.

Nach all der Zeit, all den Entbehrungen, die hinter ihm lagen, fühlte er sich wie ein neuer Mensch. Er stieg die Treppe hoch, und die Gerüche dort ließen ihn längst vergessene Erinnerungen wach werden. Ungute Erinnerungen.
Er legte die Hand auf den Türgriff. Wie würde es werden und was würde sie sagen? Er zögerte. Noch konnte er umkehren und all dem für immer Lebewohl sagen.
Er öffnete die Tür. Fernsehgeräusche und Mief drängten sich ihm entgegen. Noch ein Schritt. Ihre Stimme plötzlich, wohl aus ihrem Fernsehsessel heraus: “Spatzli, hast du dir auch die Schuhe abgeputzt?”

Verschwörung

4. März 2007 um 18:30 Uhr

Schon als sie aus dem Haus ging, wusste sie, dass die Welt gegen sie war. Nicht so ein albernes “Die Welt hat sich gegen mich verschworen”, nein, sie wusste es wirklich und sah: In Neukölln der sonntägliche Flohmarkt war ohnehin schon nervig, heute aber parkte ein Wagen direkt vor ihr auf dem Bürgersteig, gleichzeitig plauderten zwei riesige Afrikaner so gemütlich und breit genau dort, dass an ein Durchkommen nicht zu denken war.
In der S-Bahn, (mal wieder): Eine mürrische Frau mit strähnigem Haar drängelte sich vor sie und setzte sich prompt an den Gang, sodass sie mühsam über Beine klettern musste. Auch das Wetter war entsprechend: Während im Süden Deutschlands die Sonne strahlte und Leute am Vorabend sogar die Mondfinsternis zu sehen bekommen hatten, versank Berlin im Grauschleier. Am Himmel und auf den Gesichtern der Menschen.
Aussteigen, umsteigen. Klar, dass sie von zwei rüpelhaften Radfahrern auf dem Bahnsteig fast an die Mauer gequetscht wurde, als die ihre Räder die Treppe runtertrugen. Finsteres Grollen ihrerseits. Wie machten die es nur, wie verständigten die sich untereinander, um sie fertigzumachen?
Rückweg. Inzwischen hatte sich sogar die Sonne durchgekämpft und auch die Menschheit schien etwas positiver. Sie las in der S-Bahn ihren Thriller, als sich ein Mann neben sie setzte. Aus den Augenwinkeln konnte sie weiße Pluderhosen sehen, Fliegerjacke, beim kurzen Hochblicken dann Glatze und roten Rauschebart. Faszinierend. Und da wusste sie auch, was all die Vorboten ihr hatten sagen wollen: Die Stunde der Abrechnung war gekommen.
Es war klar, dass Rauschebart irgendwann seine Bombe aus dem Rucksack ziehen würde. Ein Staunen und Raunen würde durch die Reihen gehen und sie würden verstehen und die Welt wäre eine neue …
Wie der ernsthafte Muslim, so stieg auch sie wieder Neukölln aus und blickte ihm noch versonnen nach. Ein Vater zeigte seinem Sohn den sonderbaren Gläubigen (“Kuck mal, Glatze und nen roten Bart, da!”) während er entschwand. Sie ging wieder am Flohmarkt vorbei, diesmal zufriedener mit sich und der Welt. Gestank und Müll störten sie nun nicht mehr. (Auch nicht die sich wild streitenden Araber, die ihr nachsahen).

Sie lächelte.

Kategorie Alltag Fiktion | Kommentare deaktiviert

Dialoge, die nie gesprochen wurden

1. März 2007 um 21:42 Uhr

Auf meinen Wegen durch Berlin gehen mir immer wieder Gespräche durch den Kopf, die ich mit Leuten führen würde, wenn ich in bestimmten Situationen wäre. Was aber nie passiert. Ein Beispiel:

Ich gehe eilig die Karl-Marx-Straße entlang. Die nächste S-Bahn könnte ich eventuell noch kriegen. Fantasie:

Reporter springt auf mich zu: Entschuldigen Sie bitte, dürften wir Ihnen ein paar Fragen zur aktuellen Lage stellen? Was sagen Sie zu …
(je nachdem, was gerade aktuell ist. Gestern Doping, heute ein gefasster Kinderschänder)

Ich: Nö. Keine Zeit.

Reporter: Aber das ist doch wichtig! Nur ganz kurz!!

Ich: Ach was. Übertreiben Sie nicht. Das interessiert keinen Menschen. (Und weg bin ich)

(Die sollen endlich kapieren, dass sie sich nicht so wichtig nehmen sollen!)

————————————————————————————-

Oder, in der S-Bahn sitzend, stelle ich mir folgenden Dialog vor:

Ich: Sagen Sie mal, finden Sie es gut, wie Sie Ihr Kind behandeln?

Blöde Mutter: Wat jet Sie denn det an, was ich mit meim Kind mache?

Ich: Nun, ich mache mir so meine Gedanken. Sieht traurig aus, die Kleine.

Blöde Mutter: Ach was, die is einfach doof, det Jör.

Ich: Hm.

Blöde Mutter: Wat soll det heißn, “hm”? Denkn Se, ick bin ne schlechte Mutta? He, Sie, wat denkn Sie denn darüber?

Älterer Herr: Also mir tut das Kind leid.

Punk: Die Alte hat doch voll einen an der Schüssel, ihr Kind so zu quälen!

Blöde Mutter: Ach Quatsch, ihr habt doch alle keene Ahnung. Det hör ick mir nicht länger an, ick steig hier aus! Komm endlich, Jessica, die spinnen alle, die Leute …

Jessica: Warte, Mama, nicht so schnell, hier is doch noch gar nich Hermannstraße! (Grinst verschwörerisch und steigt dann mit der Mutter aus)

Und am Ende: Nur mal eben nach Europa

28. Februar 2007 um 08:37 Uhr

Alles war eigentlich so hübsch vorbereitet, wie vor dem Backen Mehl, Zucker, Butter und Eier nur noch darauf warten, in einen leckeren Kuchen verwandelt zu werden: Die Flugzeugträger standen bereit. Ach nein, die Kitty musste noch herbei zitert werden, damit auch böse kleine Bootchen der Feinde sich nicht den lieben großen Schiffen der Freunde nähern konnten. Dafür brauchte man die Hubschrauber von der Kitty. Vorbereitet war auch die Stimmung der Presse – zu viel Ärger wollte man doch nicht. Auch das Land hinter Palästina spielte mit und gab eifrig Drohungen von sich. Wie gesagt, alles hätte nach Plan laufen können. Wenn nicht diese unerfreulichen Ereignisse in Europa alles umgeworfen hätten. Ein völlig neuartiger Feind machte dort die Regierungen machtlos. Der Terror sei ursprünglich in Berlin, Neukölln, losgegangen, hieß es, aber niemand im Land des Großen Bruders wusste es genau. Nur das Resultat war offensichtlich: Chaos und Anarchie. Keiner ging mehr zur Arbeit. Keiner funktionierte mehr. Und hinter jedem Baum warteten kichernde kleine Wesen, erzählten welche.
Da war es klar, dass diese Gefahr größer war als atomare Aktivitäten im Ölland. Es sollte ein Leichtes sein, vom Golf zum Ärmel zu wechseln. Absprachen mit alten Freunden waren nun nicht mehr möglich. Europa war als neue Gefahr erkannt, und die musste gebannt werden!

Es ging nachts los, und das Erstaunen in Paris, Berlin und Bern war groß. Aber nicht lange, denn bald war niemand mehr da, der sich wundern konnte. Piff, Paff, Schluss. Aufgeräumt.

Wenn der Kuchen gebacken ist, muss man noch ein bisschen warten, bis er abgekühlt ist. Und währenddessen die Krümel wegräumen. Dann kann man sich über das Ergebnis freuen. Tief einatmen und: Guten Appetit!

… und nie wieder nach Neukölln?

27. Februar 2007 um 08:37 Uhr

Achtung, die Gefahr ist noch nicht gebannt. Wie soeben gemeldet wurde, mussten weitere Straßen südlich der Ringbahn in Neukölln gesperrt werden. Zeugenaussagen zufolge werden Fußgänger von nicht sichtbaren Wesen angegriffen und ausgeraubt. Einem fünfjährigen Jungen wurden sogar alle Süßigkeiten genommen, die er aufgrund seines Geburtstages in den Kindergarten mitnehmen wollte. Nur sein Wurstbrot blieb unberührt. Die Einwohnerschaft traut sich nicht mehr auf die Straßen und die Polizei ist völlig ratlos. Herr Mayer-Mörgel, der hiesige Polizeichef, spricht von einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes: Wie soll man verdammt noch mal die Viecher kriegen, wenn man sie nicht sehen kann?, soll er verzweifelt ausgerufen haben.
Erstaunlich ist bisher nur, dass sich die Gefahr noch nicht über die Bezirksgrenzen ausgebreitet hat: Sie scheint sich tatsächlich nur auf Neukölln zu beschränken, dort allerdings so sehr, dass ein Alltag im bisherigen Sinne nicht mehr möglich scheint.

Wir werden weiter berichten!

Kategorie Fiktion | Kommentare deaktiviert
Download bei Kostenlose Deutsche Wordpress Themes