Mariendorf

25. September 2009 um 17:37 Uhr

Kleiner, aber feiner lebt es sich in Mariendorf, das ist im südlichen Teil von Tempelhof. Die Wohnung erinnert noch an die alten Zeiten vor den Kriegen, mit Steinboden in der Küche, versteckten Schränkchen, einem tollen Balkon über einem ganz ganz tollen Garten, der mehr einem Dschungel ähnelt. Hier kann man sich wohlfühlen, auch wenn wir etwas zusammenrücken müssen. Das wird schon gehen, in der Kaiserstraße.

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Niederschöneweide

um 17:20 Uhr

Manche nennen sie ja auch die Schweineöde, aber das ist ungerecht: Es gibt einen Kiez, originelle Straßen und große, bezahlbare Wohnungen. Nur dumm, dass der Vermieter lieber an Empfänger des Jobcenters vermietet als an Freiberufler.
Außerdem ist die Wohnung eh zu groß, was sollen wir denn mit so viel Platz und Licht?

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Wohnen in Neukölln?

8. September 2009 um 20:02 Uhr

Da wäre alles wie gehabt: Klasse Einkaufsmöglichkeiten; U- und S-Bahn vor der Tür. Die Schulen nicht weit weg. Eine bunt gemischte Umgebung, ein Hof mit Pflanzen und Kindern und Mülltonnen. Nur drei Zimmer, keins für Gäste. Die Frage, die sich da allerdings stellt: Warum umziehen?

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Oder Schmargendorf?

6. September 2009 um 23:16 Uhr

Da gibt es eine freundliche kleine Wohnung mit einem Garten im Hinterhof, der nach Pflege lechzt. Okay, die Autos sind zu hören und die Zimmer sind jetzt nicht unbedingt Charlottenburger Edelaltbauniveau. Aber das wär doch was, oder?

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Also dann nach Schöneberg

um 23:03 Uhr

Das hat doch was: Die Straßen sind nicht edel, die Häuser sind verschroben und die Menschen sind echt, zumindest so echt wie die in Neukölln. Und die 4-1/2-Zimmer-Wohnung hat sogar noch Kohleöfen, die also auch in den finstersten Zeiten noch beheizt werden können. Die Fenster nach hinten haben die S-Bahn-Schienen im Blick. Nach vorne die Straße und die Nachbarhäuser. Die Böden sind schöne Holzdielen. Ja!
Dumm nur, dass die jede Menge Einkommensnachweise haben wollen, am besten über fünftausend Euro;  vielleicht auch ein polizeiliches Führungszeugnis? Könnten wir nicht einfach vorbeikommen und uns vorstellen, bitte? Nee, geht nicht.

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Kleiner Ausflug nach Lichtenberg

5. September 2009 um 11:02 Uhr

Wenn man eine Wohnung sucht, kann es einen ja in die entlegensten Winkel der Stadt verschlagen. Nach Schmargendorf zum Beispiel, wo es noch die gute alte Omi-Idylle gibt. Ob sie echt ist, ist eine andere Frage.
Oder nach Lichtenberg. Es gibt da in einer ruhigen Altbaugegend, ähnlich eigentlich wie unsere in Neukölln, eine ruhige 4-Zimmer-Wohnung, 516 Euro warm. Ich gehe die Straße entlang; sehe ein mageres deutsches Kind am Fenster, mit Hund. Sehe einen bierbäuchigen Deutschen die Häuserfront entlangschlurfen, er verschwindet dann mit misstrauischem Blick auf mich im Nachbarhaus. Und sonst sehe ich niemanden. Alles tot. Aber ruhig! Pflasterstein und Begrünung können mich nicht trösten. Ich habe das Gefühl, in der Fremde zu sein und auch als Fremde erkannt zu werden. Ich will wieder heim zu meinen türkischen und arabischen Nachbarn.
Auf dem Bahnsteig der S-Bahn Lichtenberg nur Deutsche, auf den ersten Blick. Manche von ihnen mit sehr, sehr kurzen Haaren, große, starke junge Männer, die mir unheimlich sind. Dann, endlich, kommt ein Grüppchen munterer Vietnamesen vorbei. Abwechslung, lächelnde Menschen! Die jungen Männer neben mir sehen das wohl nicht so. Sie grummeln muffig und halten sich an ihren Bierflaschen fest (Es ist Freitagabend). Dann begreife ich, warum ich ihr Grummeln nicht verstanden habe: Sie sprechen russisch, ach so. Das Kind hinter mir hingegen berlinert echt, echter als die Neuköllner Kinder, so kommt es mir vor. Die Kleine beäugt mich misstrauisch und turnt dann weiter über die Sitze.
In Neukölln an der S-Bahn ist es schmuddlig wie eh und je. Daheim!
Vielleicht sollten wir doch eher nach Schöneberg als nach Lichtenberg ziehen.

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