Rücksicht? Nää, uncool.

26. Mai 2015 um 19:47 Uhr

Also wirklich. Man muss doch wohl nicht ständig an andere Leute denken, das machen die doch schon selber! Stattdessen kümmern wir uns lieber um uns selbst. Genau. Im Wald zum Beispiel. Wie schön ist es, mit einem Becher Kaffee durch die Natur zu stapfen! Na und wenn der leer ist, werfen wir ihn eben weg! Ist doch nur Pappe, die löst sich auf.Und der Anblick erinnert all die Wald besucher an einen guten Schluck Kaffee.

Oder in der U-Bahn. Als Frau sollte man unbedingt die Beine übereinanderschlagen, das sieht so schön intellektuell aus. Egal, ob jemand in Platznot gerät, weil ein spitzer Fuß ihn attackiert. Als Mann muss man sich natürlich möglichst breitbeinig hinsetzen, das wirkt einfach männlicher. Sollen sich die anderen doch einfach schmaler machen!

Auf der Straße bin ich als Fahrradfahrer automatisch der Beste. Umweltfreundlich. Leise. Ich sause einfach blitzschnell an den Fußgängern vorbei, am besten links entgegen der Fahrtrichtung, schließlich ist vor allem die Überraschung das Lustige daran! Auch wichtig und schön: Im Dunkeln ohne Licht fahren. Das ist cooler und spannender.

Im Supermarkt, wir hatten das Thema schon, ist es originell, den Einkaufswagen mitten im Gang zu parken. So findet man Kontakt zu den Mitmenschen. Entschleunigung können wir das auch nennen. Und wir können uns auf diese Weise den Weg zur Kasse freihalten.

Noch was? Ja. Viel. Aber ich nehme mal Rücksicht auf die Nerven der Leser hier. Man soll es ja nicht übertreiben.

 

Kategorie Alltag | Kommentare deaktiviert für Rücksicht? Nää, uncool.
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