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	<description>Streifzüge durch den deutschen Alltag</description>
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		<title>eisig</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 19:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Menschen geduckt die Stra&#223;e entlang huschen, wenn man bei der Vermummung nicht mehr M&#228;nnlein von Weiblein unterscheiden kann, wenn die alte Skiunterw&#228;sche mit dem Superman-Logo rausgekramt wird (nein, nicht von mir) und M&#252;tzen doppelt getragen werden &#8211; dann ist es wirklich kalt, so wie jetzt. Der Hund aber marschiert munter vorneweg und zerrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Menschen geduckt die Stra&#223;e entlang huschen, wenn man bei der Vermummung nicht mehr M&#228;nnlein von Weiblein unterscheiden kann, wenn die alte Skiunterw&#228;sche mit dem Superman-Logo rausgekramt wird (nein, nicht von mir) und M&#252;tzen doppelt getragen werden &#8211; dann ist es wirklich kalt, so wie jetzt. Der Hund aber marschiert munter vorneweg und zerrt zum Aufw&#228;rmen nur mal eben an der Leine. War was?<br />
Eisschollen auf der Spree und knirschender Boden im Pl&#228;nterwald. Die &#196;ste &#228;chzen vor K&#228;lte. Brrr! Und sch&#246;n.</p>
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		<title>Weihnachtsbaumleichen am Stra&#223;enrand</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 20:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja. Da liegen sie. Der Hund w&#252;rde ja gern sein Bein dran heben. Manche tragen noch einen vergessenen Strohstern. Was die wohl denken, wenn sie so abserviert werden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja. Da liegen sie. Der Hund w&#252;rde ja gern sein Bein dran heben. Manche tragen noch einen vergessenen Strohstern. Was die wohl denken, wenn sie so abserviert werden?</p>
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		<title>Aber auch im Wald gibt es R&#252;pel!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 17:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass es finstere Gestalten und ungehobelte Menschen in U- und S-Bahn gibt, haben wir ja schon gemerkt. Aber nicht nur dort! Es gibt sogar B&#246;sewichte, die es sich zum Sonntagsvergn&#252;gen machen, mit ihrem Minibike, also so einem l&#228;cherlichen kleinen Motorrad, durch den Pl&#228;nterwald zu rasen! Nicht allein, n&#246;, das w&#228;re ja langweilig, sondern mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es finstere Gestalten und ungehobelte Menschen in U- und S-Bahn gibt, haben wir ja schon gemerkt. Aber nicht nur dort! Es gibt sogar B&#246;sewichte, die es sich zum Sonntagsvergn&#252;gen machen, mit ihrem <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;sugexp=kjrmc&amp;cp=7&amp;gs_id=q&amp;xhr=t&amp;q=minibike&amp;gs_sm=&amp;gs_upl=&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&amp;biw=1366&amp;bih=638&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wi">Minibike</a>, also so einem l&#228;cherlichen kleinen Motorrad, durch den Pl&#228;nterwald zu rasen! Nicht allein, n&#246;, das w&#228;re ja langweilig, sondern mit der ganzen Familie, Kind sitzt noch auf dem Scho&#223;, Hund rennt nebenher, die anderen warten schon auf die n&#228;chste Runde, die dann noch einmal mit ohrenbet&#228;ubendem Krach und ekligem Gestank absolviert wird &#8230; danke auch! Es leben Baumst&#228;mme und andere Stolpersteine! Ich aber hechte zur Seite, um nicht &#252;berfahren zu werden, dort im Wald.</p>
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		<title>Sommerloch</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 21:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-458" href="http://blog.nextz.de/457/cookie-schlaft"><img class="aligncenter size-medium wp-image-458" title="Cookie schl&#228;ft" src="http://blog.nextz.de/wp-content/uploads/2011/07/Cookie-schl&#228;ft-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a rel="attachment wp-att-459" href="http://blog.nextz.de/457/sommer-2011-101"><img class="alignleft size-medium wp-image-459" title="Sommer 2011 101" src="http://blog.nextz.de/wp-content/uploads/2011/07/Sommer-2011-101-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a rel="attachment wp-att-460" href="http://blog.nextz.de/457/cookie-der-teppichlowe-2"><img class="size-medium wp-image-460 alignleft" title="Cookie der Teppichl&#246;we 2" src="http://blog.nextz.de/wp-content/uploads/2011/07/Cookie-der-Teppichl&#246;we-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Nichts Neues</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 21:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, die Tage sind ausgef&#252;llt mit Spazierg&#228;ngen bei Sonne und Regen. Zurzeit mehr bei Regen. Hund stemmt sich mit allen Vieren gegen das Weitergehen und kann unsere Grausamkeit nicht fassen. Hundewetter!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, die Tage sind ausgef&#252;llt mit Spazierg&#228;ngen bei Sonne und Regen. Zurzeit mehr bei Regen. Hund stemmt sich mit allen Vieren gegen das Weitergehen und kann unsere Grausamkeit nicht fassen. Hundewetter!</p>
<p><a rel="attachment wp-att-456" href="http://blog.nextz.de/455/cookie-und-franzi-am-schlachtensee-2"><img class="aligncenter size-medium wp-image-456" title="cookie und franzi am schlachtensee 2" src="http://blog.nextz.de/wp-content/uploads/2011/07/cookie-und-franzi-am-schlachtensee-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Bin mal eben mit dem Hund drau&#223;en!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 17:27:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Pl&#228;nterwald morgens um sechs, dunstig und vertr&#228;umt. Die Spree am sp&#228;ten Nachmittag, Urlaubsstimmung. Schw&#228;tzchen mit anderen Hundebesitzern.  Was will ich mehr? &#160; &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Pl&#228;nterwald morgens um sechs, dunstig und vertr&#228;umt. Die Spree am sp&#228;ten Nachmittag, Urlaubsstimmung. Schw&#228;tzchen mit anderen Hundebesitzern.  Was will ich mehr?</p>
<p><a rel="attachment wp-att-453" href="http://blog.nextz.de/448/cookie-und-franzi-am-schlachtensee-1"><img class="alignnone size-medium wp-image-453" title="cookie und franzi am schlachtensee 1" src="http://blog.nextz.de/wp-content/uploads/2011/07/cookie-und-franzi-am-schlachtensee-1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Papstmesse?</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 18:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Papstmesse im Olympiastadion!&#8221;, lese ich ergriffen. Wow, denke ich, na klar, so ein normales Messezentrum ist daf&#252;r einfach zu klein. Was da wohl alles angeboten wird, auf so einer Papstmesse? Schicke Rosenkr&#228;nze mit Glitter und Handyempfang, CDs mit kirchlicher Musik auch in Karaoke-Version, sicher auch Workshops f&#252;r angehende und noch zweifelnde Priester. Auf der gleichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Papstmesse im Olympiastadion!&#8221;, lese ich ergriffen. Wow, denke ich, na klar, so ein normales Messezentrum ist daf&#252;r einfach zu klein. Was da wohl alles angeboten wird, auf so einer Papstmesse? Schicke Rosenkr&#228;nze mit Glitter und Handyempfang, CDs mit kirchlicher Musik auch in Karaoke-Version, sicher auch Workshops f&#252;r angehende und noch zweifelnde Priester. Auf der gleichen Zeitungsseite wird auch f&#252;r &#8220;Messe-Controlling&#8221; geworben. Richtig so! Nicht jeder Ramsch eignet sich f&#252;r eine ordentliche Papstmesse!</p>
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		<title>Spurlos</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 13:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Zacharias Wuttke durch den frisch gefallenen Schnee zum Briefkasten stapfte und ihm dabei immer mehr von der kalten Masse in die Stiefel sickerte, konnte er sich beim besten Willen den Sommer nicht vorstellen. Hier standen eigentlich die Pfingstrosen. Weg. Hier der Rasen. Nichts. Nur K&#228;lte. Der Wald rauschte. Und Erna? Auch weg. Und er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Zacharias Wuttke durch den frisch gefallenen Schnee zum Briefkasten stapfte und ihm dabei immer mehr von der kalten Masse in die Stiefel sickerte, konnte er sich beim besten Willen den Sommer nicht vorstellen. Hier standen eigentlich die Pfingstrosen. Weg. Hier der Rasen. Nichts. Nur K&#228;lte. Der Wald rauschte. Und Erna? Auch weg. Und er verstand nichts. Ob das an seinen 83 Lebensjahren lag? M&#252;hsam &#246;ffnete er den angerosteten Briefkasten und entnahm ihm stirnrunzelnd einen Brief. Was sollte das sein? Er stapfte zur&#252;ck und lie&#223; sich im Wohnzimmer erst einmal &#228;chzend auf das Sofa fallen, bevor er sich den Brief n&#228;her besah. Kein Absender. Neutrales Papier. Nicht zugeklebt. Nicht einmal eine Briefmarke! Er zog einen Blatt Papier heraus und las: &#8220;Lieber Zach, mach dir keine Sorgen, ich brauche nur eine kleine Auszeit, bald bin ich wieder da. Deine Erna.&#8221; Wie, was, Auszeit? Was sollte das sein? Er war fassungslos. Und verwirrt. Er schlurfte zum Fenster und betrachtete seine Spuren im Schnee, die zum Tor f&#252;hrten. Die einzigen Spuren. Er war allein und wusste nicht, was tun.</p>
<p>Das gro&#223;e Haus lag ganz still. Die Dachschindeln &#228;chzten ein bisschen unter dem ungewohnten Schnee, die Kamin beheizte vor allem die gro&#223;e Wohnk&#252;che, aber oben, unter dem Dach, da heizte er noch wenig seine Umgebung. Zacharias Wuttke konnte nicht ahnen, dass davon einer profitierte. Einer, der sich gerade in seinen Schlafsack wickelte und auf seine Stunde wartete, w&#228;hrend Wuttke den Telefonh&#246;rer in die Hand nahm. Die Polizei? Die w&#252;rden bestimmt lachen, die Beamten dort. &#8220;Auszeit? Mit achtzig? Klasse, die Alte hat&#8217;s drauf!&#8221; So w&#252;rden sie ihn auslachen. Er legte den H&#246;rer wieder auf. Dann stutzte er. Etwas war eigenartig gewesen, als er telefonieren wollte. Aber was? Schrecklich. Sein Kopf funktionierte schon eine ganze Weile immer schlechter. Mal war der Schl&#252;ssel weg. Mal stand die Haust&#252;r sperrangelweit offen, nachdem er vom Einkaufen zur&#252;ckgekommen war. Und immer war es Erna gewesen, die ihn auf das Problem hinwies und dann den Schaden behob. Wo war sie nun? Wer k&#252;mmerte sich jetzt um ihn? Was gab es zum Mittagessen?</p>
<p>M&#252;rrisch ging er in die K&#252;che. Im K&#252;hlschrank musste noch ein Rest von dem Braten von gestern sein, das ginge doch. Zwei Kartoffeln waren wohl auch &#252;brig geblieben &#8230; nichts. Leere im K&#252;hlschrank, nur ein l&#228;cherliches Marmeladenglas und eine Tube Senf! Was, hatte Erna sich auch noch einen Vorrat mitgenommen? Was war hier los? In Zacharias&#8217; Kopf wuchs wieder die graue Wolke an, er kannte das schon, dann konnte er gar nicht mehr klar denken. Er setzte sich aufs Sofa und begann zu warten.</p>
<p>Unter dem Dach war es recht kalt, trotz Kaminabw&#228;rme. Au&#223;erdem war nichts mehr von dem Braten &#252;brig. Und er musste sich dringend erleichtern. Was tun? Die Alte hatte sich ihm gestern entr&#252;stet in den Weg gestellt. Selber schuld. Aber jetzt noch ein Hindernis? L&#228;stig. Der Alte schien nicht ganz klar im Kopf zu sein, das war praktisch. Aber was, wenn er doch st&#246;rte? Wenn er stutzig wurde? Polizei konnte er jetzt ganz und gar nicht gebrauchen. Die suchten ihn ohnehin &#252;berall, tja, der Ausbruch hatte gut geklappt! Nein, er w&#252;rde sich nie lebenslang in die Psychiatrie stecken lassen. Die waren doch irre!</p>
<p>Zacharias Wuttke war ein wenig eingenickt und wachte pl&#246;tzlich von einem be&#228;ngstigenden Ger&#228;usch auf. Was knurrte denn da? Es war sein Magen, wie er schnell feststellte. Er erhob sich erneut und &#246;ffnete nun den Speiseschrank. Irgendetwas musste es doch zu essen geben! Nudeln. Reis. Dosen mit Erbsen und roten Bohnen. Na also. Er setzte hei&#223;es Wasser auf und kam sich mit einem Male ganz tatendurstig vor. Seit Jahren zum ersten Mal wieder kochen! Kochen. Wo war nur Erna, verdammt noch mal? Kochen war ihre Aufgabe!</p>
<p>Die Stufen vom Dachboden ins Obergeschoss knackten ein wenig. Aber der Alte war sicher schwerh&#246;rig, also was soll&#8217;s, dachte der heimliche Gast. Er schlich sich ins Bad und genoss f&#252;r eine Weile der Erfindung von Toilette und flie&#223;endem Wasser. Wenn er entdeckt wurde? Ach, er hatte doch eh nichts mehr zu verlieren! Aber ein Haus zu gewinnen, falls ihn jemand entdeckte. Er grinste sich im Spiegel an. Es sollte nur niemand mehr wagen, sich ihm in den Weg zu stellen. Die Alte war der Beweis daf&#252;r.</p>
<p>Wuttke ahnte nichts von der Gefahr, in der er sich befand. Kurz meinte er, die Toilettensp&#252;lung zu h&#246;ren. Aber was, das Wasser kochte inzwischen laut sprudelnd. Er warf die Nudeln in den Topf. Und als es dann noch lauter zischte und rauschte, wusste er pl&#246;tzlich, was ihn vorher am Telefon irritiert hatte: Kein Rauschen! Kein Summen! Er ging an den Apparat und nahm noch einmal ab. Tot. Dieses Telefon war nicht zu gebrauchen. Und er war abgeschnitten von der Welt! Das Haus lag einsam genug am Waldrand. Internet? Wollten sie nie haben. Das gute alte Telefon war immer die Rettung und Antwort gewesen. Jetzt vermisste Wuttke einen Computer oder ein Handy. Und er vermisste seine Erna! Nein, die hatte keine &#8220;Auszeit&#8221; genommen, das war ausgeschlossen. Er ging zum Fenster. Schnee, wohin er sah. Kein anderes Haus, kein Lebewesen, kein Mensch weit und breit. Kein Mensch? Wuttke wurde nachdenklich. Keine Spur im Schnee, nur seine eigenen, auch schon undeutlicher. Kein Essen im K&#252;hlschrank. Kein Telefon. Das war nicht normal! Jemand musste ins Haus eingedrungen sein! Und der musste schon eine ganze Weile da sein.</p>
<p>Unter dem Dach sa&#223; einer und gr&#252;belte. Sollte er den Alten leben lassen? Sollte er unauff&#228;llig das Haus verlassen? Nicht bei dem Wetter! Und hier suchte ihn niemand. Hier konnte er sich wom&#246;glich wochenlang verstecken. Sehr gut.</p>
<p>Zacharias Wuttke versuchte mit aller Kraft, die Wolken in seinem Kopf zu vertreiben und sich zu konzentrieren. Ihm war nun klar: Es ging um sein Leben. Und das von Erna? War sie wom&#246;glich schon tot? Wo konnte sich jemand gut verstecken? Und wo war Erna versteckt? Vor seinem geistigen Auge tauchte der Dachboden auf. Vom Kamin mitgeheizt. Dann sah er den Keller vor sich. Dunkel. Kalt. Im Winter ging monatelang niemand dort hinunter. Das war&#8217;s.</p>
<p>Unterm Dach drehte sich der heimliche Gast gerade eine Zigarette und kam, als er das Papierchen ableckte, zu dem Schluss, dass er von nun an Alleinbewohner dieses Hauses sein wollte. Er grinste zufrieden und z&#252;ndete sich die Zigarette an. Gleich w&#252;rde er nach unten gehen.</p>
<p>Wuttke ging zur Kellert&#252;r. Kurz z&#246;gerte er, bevor er den Griff hinunterdr&#252;ckte. Die Stufen waren wie immer steil, und mit jedem Schritt schien die Temperatur um einen Grad zu sinken. Er fing an zu zittern. Ausgeschlossen, dass hier jemand eine Nacht &#252;berstand! Er ging weiter, blickte in den Weinkeller, in den Gem&#252;sekeller, zwischen die Konservenregale. Was war das? Ganz hinten, in einer Kiste, war ein B&#252;ndel, das er nicht kannte. Er n&#228;herte sich voller Angst, zog ein paar S&#228;cke zur&#252;ck. Und da lag sie. Seine Erna. Geknebelt und mit schreckgeweiteten Augen blickte sie ihn an. Sie lebte! Mit zitternden H&#228;nden befreite Zacharias seine Frau und schloss sie dann in seine Arme. Dann versuchte sie ihre ersten Schritte.</p>
<p>Er dr&#252;ckte die Zigarette am Boden aus und erhob sich. Zeit zu handeln! Er ging die Treppe vom Dachboden hinunter, dann ins Erdgeschoss. Was war das? Die T&#252;r zum Keller stand offen! Er stand auf der obersten Stufe und lauschte. Nichts. Doch dann sp&#252;rte er einen Sto&#223; von hinten und rasend schnell kamen die restlichen Stufen auf ihn zu, als er fiel und fiel und dann auf dem Kellerboden liegen blieb. Oben standen Erna und Zacharias. &#8220;Gut, dass wir uns so beeilt haben, was?&#8221;, fl&#252;sterte er ihr zu. Dann traten sie zur&#252;ck und verschlossen die Kellert&#252;r gut.</p>
<p>Die Polizei staunte nicht schlecht, als sie vom Handy eines geisteskranken Ausbrechers aus angerufen wurden, um diesen (mit einem Armbruch und ein paar Sch&#252;rfwunden) abzuholen. Das Rentnerehepaar erholte sich schnell von dem Schock. Und Zacharias Wuttke fing dann sogar an, f&#252;r seine Frau zu kochen. Manchmal.</p>
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		<title>Selig, seliger, ganz doll selig.</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 11:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach, in was f&#252;r einer wundervollen Zeit wir doch leben. Gerade noch habe ich mich vom Anblick des royalen Kusses erholt, die Bilder der Traumhochzeit des Jahrhunderts (oder war es des Jahrtausends?) verblassen noch nicht, so muss ich mir schon wieder die Tr&#228;nen der R&#252;hrung vom Gesicht wischen. Der Papst, also der aus Polen, wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, in was f&#252;r einer wundervollen Zeit wir doch leben. Gerade noch habe ich mich vom Anblick des royalen Kusses erholt, die Bilder der Traumhochzeit des Jahrhunderts (oder war es des Jahrtausends?) verblassen noch nicht, so muss ich mir schon wieder die Tr&#228;nen der R&#252;hrung vom Gesicht wischen. Der Papst, also der aus Polen, wird selig gesprochen. Die Vorstufe zur Heiligkeit! Es ist wundervoll. Daneben haben ja andere Nachrichten gar keine Chancen mehr. Tornado w&#252;tet und t&#246;tet in den USA? Wen interessierts.<br />
Japan geht unter? Was solls.<br />
Europa geht den Bach runter? Na und?<br />
Ich will bittesch&#246;n noch mehr Gl&#252;ckseligkeit, aber sofort!</p>
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		<title>Sonnensaugkraft</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 12:07:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Sonne gibt sich unglaubliche M&#252;he, keine Frage. Sie saugt und saugt und zieht die Menschen aus den H&#228;usern. Zaghaft noch, mit M&#252;tzen die meisten, denn der Wind ist eisig. Und der Himmel ist so unglaublich blau, dass man Kopfschmerzen bekommt. Aber die da oben saugt weiter und schickt dazu noch warme, tr&#246;stliche Strahlen! Nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sonne gibt sich unglaubliche M&#252;he, keine Frage. Sie saugt und saugt und zieht die Menschen aus den H&#228;usern. Zaghaft noch, mit M&#252;tzen die meisten, denn der Wind ist eisig. Und der Himmel ist so unglaublich blau, dass man Kopfschmerzen bekommt. Aber die da oben saugt weiter und schickt dazu noch warme, tr&#246;stliche Strahlen! Nur die kleinen Pfl&#228;nzchen trauen sich nicht raus, die stecken noch fest in der frostigen Erde. Na dann warten wir eben auch noch ein bisschen. Und tanken Sonnenenergie an einen windstillen Pl&#228;tzchen.</p>
]]></content:encoded>
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