dauergewellt

In meiner Ringbahn sehe ich mich täglich um, man kann ja nie wissen, was für Inspirationsquellen einem sonst entgehen würden. Es gibt zum Beispiel interessante Frisuren, zu Berge stehende Haare, seltsam gefärbte Stoppel, gesträhnte Mähnen und und … oft einfach witzige Ausdrücke dessen, was die Menschen so darstellen wollen. Was ich aber gestern gesehen habe, fand ich gruslig: Die absolut perfekte Frisur. Jede einzelne künstliche Locke türmte sich akurat neben der nächsten, alle Abtönungen stimmten gnadenlos, hellere neben dunkleren Strähnen, das Ganze ein grimmiger Helm, den man sich vielleicht zu Fasching überstülpen würde, blond, bieder, brav. Dauerwelle Marke „Die Sechziger lassen grüßen.“ Mir wurde ganz mulmig beim Betrachten, zumal die Besitzerin des Helms nicht alt war, vielleicht dreißig. Was mag in ihr vorgehen? Die perfekte Sekretärin braucht den perfekten Helm als Schutz gegen die böse Welt? Oder hatte sie schon früh von Mama gelernt, dass man ab einem bestimmten Alter (29?) erstarren muss? Die Arme. Ich jedenfalls konnte meine Augen nicht abwenden … da spart man sich schon die Fahrt mit der Geisterbahn!

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Der Beitrag wurde am 17. Januar 2008 um 18:47 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Alltag gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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