Sonntagsfreuden

Immer und immer am Sonntag, da kommen sie.
Immer wieder am Sonntag kommen sie.
Am Sonntag kommen sie.

Am Sonntag, da kommen die Erinnerungen.
Am Sonntag kommen die Gedanken.
Am Sonntag kommen die Eltern. Aufstehn! Sonntagsfrühstück!

Schwarzer Tee aus der Kanne, wir trinken dich immer,
wir trinken und trinken mit Milch und mit Zucker.
Wir trinken nicht Kaffee, wir trinken Tee, mit Milch, ohne Zucker,
ist besser so.
Die trinken den Schwarztee mit Milch und mit Zucker
und mich fragt keiner. Ich will Kakao!

Immer und immer am Sonntag, da sind wir beisammen.
Wir sitzen beisammen und hassen uns, quälen uns.
Die sitzen zusammen und hassen sich immer
und immer am Sonntag ist es so.

So war das schon damals, so ist es noch heute.
Wie war er denn damals, wie ist er bloß heute.
Wie sind die denn drauf, meine alten Leute.

Ich halt’s nicht mehr aus, ich nehm das Messer.
Ich geh jetzt mal raus, das ist sicher besser.
Ich geh auf mein Zimmer, das hält man nicht aus.

Die Brötchen sind frisch, mit Butter und Honig.
Ein knuspriges Brötchen mit Schinken, ein wenig.
Ein Brötchen mit Nusscreme und eins noch mit Speck.
Gleich bin ich weg.

Immer und immer wieder der Sonntag, so muss er sein.
Immer am Sonntag, da ist es fein.
Sonntag? Familie und Frühstück? Oh nein!

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