Archiv für die Kategorie 'Alltag'

Winterwochenende

Sonntag, 07. März 2010

Man kann natürlich, statt in Berlin zu frieren und den grauen Winterhimmel anzustarren, auch mit dem Chor raus an den Webellinsee fahren, um zwischen intensiven Proben zur Matthäus-Passion einen zugefrorenen See mit Eissurfern, einen knisternden Wald und den Charme einer ehemaligen sozialistischen Jugendeinrichtung zu genießen. Kann man.

Im Januar

Donnerstag, 28. Januar 2010

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Rodeln

Samstag, 02. Januar 2010

Es ist ganz einfach: Du gehst hier aus dem Haus, gleich rechts, dann stapfst du ein Stückchen durch den Schnee die friedliche Straße entlang, bis die nächste Querstraße kommt. Das ist dann der Rodelbergweg. Den gehst du immer geradeaus, keine Sorge, das sind nur wenige Minuten, dann stehst du vor einem prächtigen Rodelberg mit Abhängen für jeden Geschmack und richtig waldig gelegen. Nun ja, betagtere, rodeluntüchtige Personen, die schon nach der ersten Schussfahrt im Schnee landen und sich dann schmerzverzerrt ein gut gepolstertes Körperteil reiben, also diese Personen können statt der Rodelei auch einen bezaubernden Spaziergang an der Spree genießen. Besonders im abendlichen Dämmerlicht zu empfehlen, Bäume und knischenden Schnee gibts gratis dazu.

Jahresendgeböller

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Und wieder schleichen brave Bürger verängstigt durch Berlins Straßen. Es wird geschossen, wie jedes Jahr! Am besten presse man sich vor jeder Straßenüberquerung dicht an eine Hauswand, beobachte alle verdächtigen Fenster, Balkons und Passanten, und dann: zügig bitte, zügig über die Straße gehen, bei geringfügigen Explosionen nicht erstarren, es könnten größere folgen! Schließen Sie bitte zu Hause all Ihre Fenster; fragen Sie unterwegs niemanden nach dem Weg, er könnte es als Angriff ansehen und unüberlegt losböllern. Und, ganz wichtig: Meiden Sie freilaufende Kinder! Denn die lassen jetzt mal so richtig die Sau raus dasses kracht.

Weihnachtsgesänge in der U-Bahn

Samstag, 19. Dezember 2009

Der durchschnittliche U-Bahnbenutzer ist ja doch eher ruhebedürftig, aber anpassungsfähig. Bei scheußlichem Akkordeon-Gedudel (vielleicht sollte man den Besitzern doch einmal erklären, dass es sich um Musikinstrumente handelt) duckt man sich am besten, verschließt die Ohren und spendet nicht, bitte, nicht, um die Lärmerzeuger nicht noch zu ermutigen! Vorgestern aber setzt sich mir gegenüber ein gemütlicher Altpunker hin, schaltet sein Handy ein und es ertönt zu meinem Erstaunen ein ernsthaftes, bariton-geschmettertes „Stille Nacht“. Dann eine kleine Pause. Ich muss schon grinsen. Dann dasselbe Lied, aber als Rockmusik, grimmig-aggressiv. Stimmung kommt auf in der U7! Die Musik wird lauter und wilder und alle scheinen froh zu sein um die kleine Entweihung der erhabenen Heiligkeit. Nur ein einzelner Herr mit Hut setzt sich mit muffiger Miene neben den Punk und freut sich nicht. Sei’s drum. Wir sind eh angekommen und steigen aus.

Gemütlich

Sonntag, 29. November 2009

Ich mag es, wenn ich samstags die Baumschulenstraße entlanggehen darf und wenn ich sehe, wie die älteren Leutchen sich grüßen, zufrieden ihre Wägelchen zum Supermarkt schieben und mal keine hektische Bombenstimmung wie in der Karl-Marx-Straße herrscht.
Auch wenn ich dort billiger einkaufen könnte.
Und mehr.