Archiv für die Kategorie 'Alltag'

Kultureller Höhepunkt

Samstag, 07. Juli 2007

Wenn man einen Zehnjährigen ins Pergamonmuseum schleppt, darf man nicht unbedingt erwarten, dass er für alles Feuer und Flamme ist! Vorbei an riesigen Altären und Toren, knackigen Marmorjünglingen und uralten Schriften schreiten wir zur Sonderausstellung und lassen uns zeigen, wie die Schriften sich im Laufe der Jahrtausende verändert haben und wie man zum Beispiel aus tausenden von chinesischen Schriftzeichen (BaumBaumBaum …) ein Wandbild machen kann … doch für die Jugend ist der Beste auf dem Rückweg zu sehen. Wir gehen noch über einen (ziemlich geschmacklosen) „Nostalgiemarkt“ und erblicken: Gummibärchen. Bunte Bonbons. Colafläschchen, ihr wisst schon, diese Gummiteile. Als 3-D-Bilder, groß, mittel und klein!

Endlich ist auch die Jugend unter elf begeistert. Kaufen tun wir aber nix.

Schmalz und schmelz dahin

Donnerstag, 05. Juli 2007

Es gibt so gewisse Momente, da darf man mich einfach nicht anrufen! Oder ich gehe eben nicht ran, sorry. Wenn zum Beispiel SIE nach langem Hin und Her endlich mit dem geheimnisvollen Unbekannten im Park verabredet ist und ER naht, mit dem sie sich ewig gezofft hatte; und wenn sie ihn dann fassungslos anstarrt und dann flüstert: „Ich hatte gehofft, dass du es bist.“
Dann schmelze ich nur noch dahin und habe keine Ohren oder Augen für den Rest der Welt!

Stuntfrau

Sonntag, 01. Juli 2007

Ich staune ja schon, wenn Sylvester der Held eine steile Bergwand hochklettert, nur in T-Shirt und Jeans, ohne Schutz und Hilfe. Aber noch mehr staune ich, wenn ich in der U-Bahn beobachte, wie diese uralte Frau sich noch lange vor ihrem Halt auf den Weg zur Tür macht, das wilde Gerüttel der Bahn heldenhaft ignorierend. In der einen Hand hält sie die Handtasche fest, in der anderen den Stock, sodass sie keine mehr zum Festhalten frei hat. Im Geiste springe ich schon auf, um sie vom Boden aufzulesen, aber nein, sie schafft es, sie steht endlich an der Tür, wir warten, wir schwanken. Ich allerdings gemütlich sitzend. Ankunft. Sie steigt aus. Ich atme erleichtert auf.
Aber warum nur diese Mühe, ihr Helden?

Die große Suche

Samstag, 30. Juni 2007

Es ist schon manchmal heftig, welche Suchbegriffe Leute in eine Suchmaschine eingeben und dann bei mir landen! Man kann da schon Selbstzweifel kriegen … SuMuze hat bei sich ähnliche Beispiele gefunden und köstliche Antworten gegeben. Heute bei mir: „Mit Seilen ans Bett gefesselt.“
Leute, wir haben hier keine Seile! Sorry! Vielleicht solltet ihr die guten alten Handschellen nehmen?

Blöd, so was. Aber vielleicht sammle ich auch mal die besten Begriffe, wir könnten ja einen Wettbewerb machen, wer am Ende wilder dasteht!

Damit grüße ich alle Langeweilesurfer, die zufällig bei mir gelandet sind, obwohl sie irgendeine Schweinerei gesucht haben. Pech gehabt, hier gibt es höchstens Meerschweinereien!

Gefunden

Donnerstag, 21. Juni 2007


Goethes Gedicht als Legofilm von BrickfilmsPodcast.

Zum Geier, Wally!

Freitag, 15. Juni 2007

Es gibt so diese ganz gewisse abgrundtiefe Freitagsmüdigkeit; diese Müdigkeit ist es, die mich manchmal in fremde Welten absinken lässt: Zum Beispiel vor die Glotze, Geierwally kucken.
Ich weiß, ich müsste mich jetzt verschämt errötend einem anspruchsvolleren Thema zuwenden, etwa der Analyse des Verhaltens einer verstockten Bauerntochter oder einer verlogenen Magd oder der Frage, warum der olle Papa so grantig ist und der Nachbarsbauer so schön leiden kann … mach ich aber nicht. So ein Film braucht einfach Liebe und Wut und Natur und ein Adlerbaby und ein Kind mit Rehaugen und eine widerliche, verlogene Magd und ein anständiges Happy-End. Mehr will ich nicht. Keine Analyse. Keine geknickte Selbstkritik, dass ich doch was Besseres hätte sehen oder tun können.

Nö. Ich stehe dazu: Es hat mir gefallen!

(Und du willst es doch auch, gibs zu!)