Archiv für Februar 2007

Heiterkeit und Fröhlichkeit

Donnerstag, 15. Februar 2007

Ich finde es toll, wenn ich gleich am frühen Morgen darüber informiert werde, dass unser Bürgermeister unter der Bevölkerung mehr Frohsinn sehen möchte. Hurra! Vor meinem geistigen Auge tauchen lange Reihen weinbeseelter Karnevalsjecken auf, die bei dümmlichen Witzen in schallend-lallendes Gelächter ausbrechen. Jawoll, ein bisschen mehr Frohsinn in den Alltag, bitteschön, nicht so grimmig! Das möchte ich auf dem Weg zur S-Bahn gleich den wütend hupenden Autofahrern zurufen, die hinter einem Falschabbieger stehen. Der Nieselregen verteilt sich überall, Jacke und Tasche glitzern schon froh. Warum sehen dann die Leute so unfroh aus? Vor dem S-Bahnhof wieder der Alte auf seinem Stuhl, der auf eine kleine Spende hofft. Mensch, sei doch ein bisschen positiver! In der Bahn ergattere ich den letzten Sitzplatz und bin sehr froh. Die anderen weniger. Muffelköppe!
Auch die Krähen am Zoo sollten ein bisschen lustiger krächzen, finde ich. Was soll diese schwarzfedrige Miesepetrigkeit? Lächeln, bitte!

Vor dem Sturm

Mittwoch, 14. Februar 2007

Noch ist alles ruhig, aber wir müssen auf das Schlimmste gefasst sein. Notwendige Vorkehrungen: Einkauf der Nahrung; denn Verhungern wäre entsetzlich. Hungrige Monster, die sich auf uns stürzen!
Die Räumlichkeiten müssen auf die Invasion vorbereitet werden. Zerbrechliches und Meerschweinchen verstecken. Ungesunde und daher beruhigende Esswaren an exponierten Stellen deponieren, um den Feind zu besänftigen. Vielleicht positiv beeinflussende Fahnen schwingen oder Girlanden anbringen? Klänge bereithalten, die die Massen gütig stimmen. Noch ist Zeit für alle Vorbereitungen, noch ist nichts verloren! Alles könnte gut werden. Da heißt es am Ende nur noch: Augen zu und durch.
Auch das werden wir schaffen, und vielleicht werden wir als neue Menschen aus dieser schweren Zeit hervorgehen!
(Blabla Gelaber; ich müsste mal langsam loslegen)

Schließlich ist nur einmal im Jahr Kindergeburtstag.

krank

Dienstag, 13. Februar 2007

Eigentlich hatte die Regierung mit Bomben gerechnet, mit Gift im Trinkwasser vielleicht, oder mit der Zerstörung der Internetverbindungen. Doch ein kleines Virus sollte schließlich das ganze System aus den Angeln heben.

Erste Symptome: Schnupfen. Halsschmerzen, Husten. Ein glasiger Blick und die bleiernde Schwere in allen Gliedern würden zunächst nicht auffallen. In der U-Bahn ein Nieser links, ein Hüsteln rechts: Das ist normal im Februar, das kennt man schon. Keiner schöpft Verdacht. Dass dieses Virus anders war als bisher, würde man erst merken, wenn es zu spät war. So der Plan. Am Ende: Ganz Berlin ein einziges riesiges Krankenlager. Und das Böse hätte leichtes Spiel.

Doch es sollte anders kommen. Ein Zehnjähriger rettete schließlich Berlin, Deutschland – und die Welt. Wir wissen nicht, wie er das machte. Wir empfehlen bei Grippe und Erkältungen: Egal! Das wirkt immer.

Schon wieder ein Päuschen!

Dienstag, 06. Februar 2007

Tja, wenn schon mal Winterferien in Berlin sind und Süddeutschland ruft – dann muss man dem Ruf auch folgen! Bis demnächst wieder …

Grauer Neuköllner Montag

Montag, 05. Februar 2007

Es gibt diese trüben Tag, an die man sich später absolut nicht mehr erinnert. Was, den hat’s auch gegeben? Weiß ich nicht mehr. Vielleicht ist da ja ein kleines Meerschweinchen gestorben. Oder ein Bild wurde gemalt vom Lächeln der Fische. Aber der Tag selbst? Vergesst ihn.

laechelnde-fische_b.jpg

Freitag einer Lehrerin

Samstag, 03. Februar 2007

Das gibt es: Die Schüler halten ein Referat über einen Feiertag in Russland. Um das Ganze nachvollziehbar zu machen, bekommen alle Zuhörer leckere Pfannkuchen, mit Schmand bestrichen. Torte in Schichten. Ein ulkiges Getränk, das irgendwie unserem Malzbier ähnelt. Köstliche Erzählungen und Bilder auf einem Monitor von alten Traditionen, die an vorchristliche Zeiten erinnern, die wir nie erleben durften. Als noch riesige Strohpuppen zum Winterende verbrannt wurden und die Menschen dazu ihre Lieder sangen. Toll, danke!