Du, dein und dir. Ganz klein.

Donnerstag, 11. März 2010 18:42

Es ist schon ulkig, dass die Werbung sich jetzt an einem großen „Dich“ und „Du“ auf Plakaten, in Anzeigen festklammert, als ob die Firmen Kunden verlieren würden, wenn sie einen Leser ganz normal mit einem kleinen „du“ ansprechen würden. Wie es ja richtig wäre. Vielleicht haben die Texter einfach panische Angst, es sich mit jemandem zu verderben? Tja, mit mir haben sie es schon … Schreibt „du“ klein! Bitte!
Dann kaufe ich euch auch gerne euren Quatsch ab.

Winterwochenende

Sonntag, 07. März 2010 22:49

Man kann natürlich, statt in Berlin zu frieren und den grauen Winterhimmel anzustarren, auch mit dem Chor raus an den Webellinsee fahren, um zwischen intensiven Proben zur Matthäus-Passion einen zugefrorenen See mit Eissurfern, einen knisternden Wald und den Charme einer ehemaligen sozialistischen Jugendeinrichtung zu genießen. Kann man.

Mein oder dein Deutsch? Falsche Frage!

Sonntag, 21. Februar 2010 15:22

Als DaF-Lehrer(in) hat man schon eine ganz schöne Verantwortung. Man gibt den vertrauensvollen Lernern ein Vokabular mit auf den Weg, mit dem sie sich dann bewähren müssen. Sie sollen nicht gleich anecken, sich lächerlich machen, Erstaunen hervorrufen. Deshalb unterrichte ich nicht Begriffe wie „Fernsehen kucken“ oder „Frühstück essen“, auch wenn solche Ausdrücke in manchen Gegenden Deutschlands wohl völlig üblich zu sein scheinen. Vielmehr orientiere ich mich an Lehrwerken, die eine Art „überregionale Neutralsprache“ vermitteln, mit der sich ein Ausländer hier im Inland nicht blamieren sollte. Eins der ersten Wörter, die ich von einem (nicht befreundeten) Japaner zu dessen großem Amüsement lernte, war so etwas wie „Leck mich doch …“ Oh oh, gut, dass ich damals schnell von einem echten Freund aufgeklärt wurde!

Im Januar

Donnerstag, 28. Januar 2010 22:59

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Rodeln

Samstag, 02. Januar 2010 00:24

Es ist ganz einfach: Du gehst hier aus dem Haus, gleich rechts, dann stapfst du ein Stückchen durch den Schnee die friedliche Straße entlang, bis die nächste Querstraße kommt. Das ist dann der Rodelbergweg. Den gehst du immer geradeaus, keine Sorge, das sind nur wenige Minuten, dann stehst du vor einem prächtigen Rodelberg mit Abhängen für jeden Geschmack und richtig waldig gelegen. Nun ja, betagtere, rodeluntüchtige Personen, die schon nach der ersten Schussfahrt im Schnee landen und sich dann schmerzverzerrt ein gut gepolstertes Körperteil reiben, also diese Personen können statt der Rodelei auch einen bezaubernden Spaziergang an der Spree genießen. Besonders im abendlichen Dämmerlicht zu empfehlen, Bäume und knischenden Schnee gibts gratis dazu.

Jahresendgeböller

Mittwoch, 30. Dezember 2009 22:36

Und wieder schleichen brave Bürger verängstigt durch Berlins Straßen. Es wird geschossen, wie jedes Jahr! Am besten presse man sich vor jeder Straßenüberquerung dicht an eine Hauswand, beobachte alle verdächtigen Fenster, Balkons und Passanten, und dann: zügig bitte, zügig über die Straße gehen, bei geringfügigen Explosionen nicht erstarren, es könnten größere folgen! Schließen Sie bitte zu Hause all Ihre Fenster; fragen Sie unterwegs niemanden nach dem Weg, er könnte es als Angriff ansehen und unüberlegt losböllern. Und, ganz wichtig: Meiden Sie freilaufende Kinder! Denn die lassen jetzt mal so richtig die Sau raus dasses kracht.