Tunis 7

17. Juli 2007 um 22:32 Uhr

Es ist Nacht, und endlich lauert niemand in der Hotel-Lobby auf den Computer. Vielleicht ist das der richtige Moment, mal aufzulisten, was mir hier nicht so gut gefällt. Therapeuten sagen dann wohl: Lass es raus!

Manche Dinge wundern mich; die Preise zum Beispiel. Ein Taxifahrer verdient hier im Monat etwa 250 Euro. Ein Lehrer 700. Aber manche Dinge sind teurer als in Deutschland! Eine Büchse Erbsen zum Beispiel, die ich natürlich nicht brauche, weil ich eh nicht koche. Die kostet über einen Euro, manchmal zwei. Andererseits ist eine Taxifahrt saubillig, für einen Euro sause ich zur Arbeit; für 30 Cent kann ich mit der Strassenbahn ins Zentrum. Aber wieso muss ich für die Packung Kaugummi 3.50 Euro blechen? Ein warmes Essen kostet genauso viel/wenig!

Gehen wir mal zum Thema Männerwelt; klar, ich bin schon gewarnt worden, in Tunesien wird man durchaus mal angequatscht, als Ausländerin meine ich. Manche werden dann vielleicht mit einem Lachen abserviert, oder ich grüsse ein kurzes „Bonjour“ zurück, das war’s. Aber wenn sich so ein schleimiger Typ in der Bahn in meine Nähe gesellt und mir ein widerliches „Bonjour Madame“ zuzischelt und mich dabei unentwegt anstarrt, wird mir echt übel. Nein danke! Allerdings kann das in Deutschland auch passieren; die meisten hier sind friedlich. Aber ich vermisse zu den meisten Tageszeiten die andere Hälfte der Bevölkerung! Scharen von Männern sitzen in den Strassencafé, reden, rauchen Wasserpfeife und scheinen SIE gar nicht zu vermissen! Vielleicht ist das ja ein Grundbedürfnis der Männer, das in Deutschland nicht ausreichend befriedigt wird? Männliches Zusammenhocken?

Komisch, heute am Tag hatte ich noch eine ganze Liste an Negativpunkten (es gibt wohl solche Tage), aber jetzt fällt mir gar nicht mehr so viel ein.

Na denn! Es ist ehrlich gesagt gar nicht so übel hier.

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Tunis 6

15. Juli 2007 um 0:15 Uhr

Auf den Strassen Deutschlands werden dickleibige Hunde durch die Gegend gezerrt, damit sie irgendwo ihre widerlichen Haufen hinterlassen. In Tunesien sehe ich so gut wie keine Hunde, aber an jeder Ecke eine kleine, magere Katze, die im Muell nach Fressbarem sucht. Einer der vielen Unterschiede, die mir auffallen! Ausserdem frage ich mich, warum die Bevôlkerung hier zu achtzig Prozent aus Mannern besteht. Wo sind die Frauen?? Unterwegs in der Strassenbahn lâchelt mir die einzige andere Frau verschwôerisch zu – klar, wir muessen hier zusammenhalten!

(Ah, ich glaube, ich habe gerade durchs Vertippen den Umlaut entdeckt!)

Auch heute war ich wieder emsig wie ein Bienlein für die gute Sache aktiv, sogar noch um zwei, als schon alle gegangen waren und mir gezeigt wurde, wie ich die Tür zu schliessen hatte. Toll. Dann in einen richtig schönen Supermarkt, ganz tunesisch. Mittagessen: Eine Banane, drei Feigen und Zitronenküchlein. Hm.

Später, um sechs abends, tue ich es den Tunesiern gleich und ströme aus. Wieder Richtung Medina/Zentrum, diesmal ohne störenden Hunger. Strassenbahn; nach rechts die Prachtstrasse entlang, man fühlt sich an die Champs Elysées erinnert, die Leute flanieren gut gelaunt, Kinder dabei; ich sehe schöne Menschen um mich und geniesse schon jetzt den Abend. Weiter an einem prächtigen Tor vorbei, Springbrunnen, Strassencafés und die ersten Basargeschäfte werden sichtbar. Und dann geht es los; plötzlich sind die Gassen winzig schmal, aber sauber und wunderschön wie tausend und eine Nacht! Schmuck, Silber- und Goldteller, afrikanische Masken, Kleider und Gewaender, Teller undKrüge, endlose Gassen! Es geht immer weiter bergauf und ich höre nicht auf zu staunen. Klar muss ich einige abwimmeln, auf manche Gespräche lasse ich mich ein; später auf meinem Heimweg werde ich deshalb einem „alten Bekannten“ begegnen und ein Gewand erstehen, das mir eigentlich viel zu gross ist und sowieso für Männer … egal. Ich gehe weiter und komme ganz oben auf dem Berg an: ein riesiger Prachtbau, Blick auf das ferne Tunis, Weite und Grösse plötzlich! Vor einem edlen Gebäude kann ich nicht anders, ich muss den lesenden Herrn stören. Ob ich ihn kurz etwas fragen dürfe, frage ich artig, was das denn für ein Gebäude sei. Da stellt es sich heraus, dass ich vor dem ältesten Gymnasium von Tunis stehe und mit seinem Direktor spreche! Na so was. Ich darf mir den Innenhof ansehen und erfahre einiges über Türken und Franzosen in Tunesiens Vergangenheit.

Mein Heimweg ist beschwingt und spät: Ich habe mir an der Prachtstrasse noch eine ungewöhnliche Pizza gegönnt und das Gewimmel genossen. Es ist toll!

Jetzt aber ins Bett …

Tunis 5

13. Juli 2007 um 20:58 Uhr

Mein erster „richtiger“ Arbeitstag hier – obwohl ich gestern natuerlich eifrigst damit beschaeftigt war, gute geschaeftliche Kontakte zu knûpfen. Man ist ja schliesslich zu jedem Opfer bereit, wenn es nur der guten Sache dient!

Nun, mein Wecker klingelt heute also um sechs, da wir gerade von Opfern reden. Aber mir wurde gestern mitgeteilt, dass die Râumlichkeiten um sieben ôffnen und man zum Aufbau frûh zu erscheinen habe! Okay. Im Fuehstuecksraum bin ich die Einzige, und nur mûhsam kann ich ein kleines Croissant runterwûrgen, und ich fuhle mich zombiemâssig. Die Zeit lâuft, die Konkurrenz schlâft nicht (tut sie doch, aber das ahne ich noch nicht), also nehme ich schliesslich ein Taxi; vor meinem geistigen Auge sind inzwischen alle strategisch wichtigen Plâtze weg, mein Tisch wird in einem dunklen Eckchen sein, keiner wird mich sehen, meine Reise wird sinnlos sein!! Der Taxifahrer vertut sich mehrfach, weil er den Namen des Hotels nicht verstanden hat, er kurvt bekûmmert durch die schmalen Strassen, wâhrend ich ihm zurufe: Nein, da lang, dort an der Ecke! Endlich: Ankunft im kuehlen Edelhotel; niemand da. Wirklich gar niemand.
Der gemuetliche Hotelangestellte, der mich erst erstaunt anspricht, was ich denn hier wolle, erweist sich dann als sehr nett und hilfreich. Er bringt mir auf eigene Kappe eine Tasse Tee und steckt mir spaeter noch zwei Brôtchen zu. Plus Marmelade und Butter!
Ich dekoriere alleine meinen Tisch, viel ist nun nicht zu tun. Einer vom Haus steckt noch weisse Rûschen an die Tische, „Rôckchen“ sage ich, und in der Tat heisst es so etwas auf Franzoesisch. Gemûtliche Plauderei. Aber muss das so frûh sein?
Lange Zeit spâter: Endlich kreuzt jemand auf! Kein Deutscher, aber immerhin die Verantwortlichen. Eine Stunde spaeter kriege ich auch mein kompliziertes Gestell mit den Symbolen, die ich vertrete. Und: Ich schaffe es sogar, ja, Frauen und Technik, es klappt, das Gestell steht prachtvoll hinter mir, gemeinsam mit dem Teil vom letzten Jahr! Noch kein anderer Deutscher in Sicht, aha, die Konkurrenz schlâft doch? Aber wie kann das sein? Um neun: offizieller Beginn, alle sind sie da – ausser ihm. Spâter soll ich erfahren, dass ihm gesagt wurde, es beginne um zehn … Viertel nach neun kreuzt er auf und sein Stand ist kûmmerlich, jawoll!

Es geht los und ich mache und arbeite und rede wie blôd, Stunde um Stunde. Mir wird irgendann ein Stûckchen Kuchen hingestellt, aber ich habe keine Zeit dafûr, auch nicht fûr den Saft, den ich gerne getrunken hâtte! Zwischendurch wird mir so schwummrig, dass ich nicht mehr weiss, ob ich Franzôsich oder Deutsch (oder Englisch?) rede. Ich lerne Menschen kennen und mein Franzôsisch sprudelt so, dass ich auch spaeter, nach der Veranstaltung, noch weiterblubbere, obwohl mein Gegenûber auch Deutsch versteht …

Um zwei nach Hause, ins Hotel; unterwegs Wahnvorstellungen von Kartoffeln und Karotten und Sosse … wieder komme ich an der kôstlichen Eisdiele vorbei, wieder ist mein Mittagessen kalt und sûss.
Kurzes Absinken auf dem Bett, bald darauf unterbrochen von einem Kunden, der sich im Hotel eingefunden hat. Kein Opfer … siehe oben; ich bleibe freundlich, ich regle das. Endlich frei, es ist vier Uhr nachmittags!

An der Rezeption hatte ich schon gestern gefragt, wo ich ein gutes Couscous bekommen kann. Heute gehe ich wagemutig zur Srassenbahn; ich werde das schon finden! Ich besorge mir fûr zwanzig Cent eine kleine Fahrkarte und warte brav auf den nâchsten Zug. Dabei werde ich mit „Bonjour, Madame Schroeder!“‚ begrûsst. Nanu? Der Mann von der Rezeption, der mir das Restaurant empfohlen hatte! Und er fâhrt sogar ein Stûck mit und kann mir noch den Weg zeigen! Dumm zwar, dass ich seine Handbewegung zu den Worten „die zweite Strasse links“ etwas falsch interpretiere und erst nach einem riesigen Gewaltmarsch und mehreren Umkreisungen das richtige Restaurant finde: Spezialitâten aus Sfax, Hausmannskost, schlicht, aber kôstlich. Ich geniesse endlich das wohlverdiente Couscous mit Lamm, Karotten, Kartoffeln, Zuccini und mehr. Es schmeckt wunderbar und ich liebe Tunesien! Ich lehne mich in meinem Stuhl zurueck, schliesse die Augen und freue mich dann ûber den starken Pfefferminztee, der mir vorgesetzt wird. Danke. So muss das sein; so ist es gut.

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Tunis 4

12. Juli 2007 um 20:28 Uhr

Ich glaube, heute habe ich in wenigen Stunden mehr und schoenere Plaetze von Tunesien gesehen als es in den naechsten Wochen der Fall sein wird. Es gibt nette Menschen! Zum Beispiel solche Geschaeftspartner, die mich auf eigene Rechnung nach Karthago bringen. Leider hatte die Uni schon geschlossen, wir waren also geschaeftlich nicht erfolgreich. Aber touristisch unbedingt. Ich durfte einen kleinen Ort besuchen, Sidi Bou Said, auf einem Huegel mit Blick aufs Meer erbaut, von Touristen ueberschwemmt, aber das verstehe ich, ich habe ja begeistert mitgeschwemmt! Ein winziger Laden neben dem anderen, die tollsten Sachen, ich will das jetzt nicht alles aufzaehlen, Kruege, Kleider, Koerbe, Metallstatuen und Mosaikbilder à la Karthago, Holzmasken, Schmuck ohne Ende … oben ein Café, in dem man auf traditionellen Bastmatten sitzt und vielleicht sogar den Blick aufs Meer geniesst. Mein Gastgeber, ein freundlicher Tunesier um die sechzig, ist verstaendlicherweise nicht ganz so begeistert wie ich und verspricht mir anschliessend einen Ort, an dem fast nur Tunesier anzutreffen sind.
Wir fahren den malerischen Huegel auf der anderen Seite runter nach La Marsa: Ja, hier muss sich ein Tunesier wohl fuehlen; ich tue es auch! Alle Gebaeude im klassischen Stil Nordafrikas, der Strand ist da, eine Moschee, ein Restaurant schliesslich, das mich dann restlos begeistert: Nicht wegen des Kamels im Innenhof oder der gemuetlichen kleinen Tischchen am Springbrunnen. Sondern wegen der entspannten, natuerlichen Atmosphaere. Ja, hier kann ich Tunesien spueren! Wir essen einen fritierten, mit Ei und Gemuese gefuellten Teigfladen, der vor unseren Augen zubereitet wird – eine Spezialitaet, fuer die die Leute von weit her kommen! Mein Gastgeber geraet richtig ins Schwaermen.

Auf dem Rueckweg bedaure ich nur eins: Dass ich den Fotoapparat im Hotel gelassen habe … aber wer haette das ahnen koennen?

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Tunis 3

um 15:31 Uhr

Gut, denke ich: dann werde ich eben selbst die Welt erkunden. Zunaechst mache ich das Hotel ausfindig, in dem ab morgen die Messe stattfindet: Wow, groesser und schicker und kaelter als erwartet! Eine nette junge Frau zeigt mir den Raum.

Unterwegs kurzer Plausch mit einem Alten, der mir verraet, dass in der Altstadt, in der Medina, ein seltener Berbermarkt stattfindet. Merci! Immer geradeaus, hat er gesagt, und sein Deutsch von vor langer Zeit ist noch richtig gut. So komme ich endlich in die richtige Altstadt! Ein riesiges arabisches Tor laesst mich ein, dann empfangen mich schmale Gaesschen, wunderliche Laeden und eine Marktstrasse voll von Gemuese, Klamotten, Kram und Seltsamkeiten! Dass der eine Haendler etwas dagegen hat, dass ich den aufgehaengten Kuhkopf fotografiere, respektiere ich. Die kleinen Tiere, Schildkroeten, ein Leguan und Kaninchen, darf ich knipsen.
Eigentlich moechte ich ja etwas essen, aber das ist schwierig; nichts laedt mich wirklich ein. Also langsam Heimweg: ein bisschen verlaufe ich mich, der leere Magen ist auch nicht wirklich hilfreich. Da sehe ich im Vorbeigehen eine wunderschoene Eisdiele, halb Eis, halb Konditorei, traumhafte kleine Koestlichkeiten! Ich nehme ein Eis und der nette aeltere Herr neben mir empfiehlt das Nusseis. Er hat Recht, es ist einmalig! Den frage ich dann auch nach meiner Strasse, und reizend wie er ist, geht er mit mir vor die Tuer und erklaert ganz genau, wie ich gehen muss. Nochmal danke. Ein richtiger Gentleman. Gut gelaunt und gestaerkt finde ich zurueck ins Hotel.

Heute Nachmittag: Besuch bei der Uni. Und heute Abend ein erstes Geschaeftstreffen. Bin gespannt!

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Tunis 2

um 9:27 Uhr

Ich hatte ja ueberlegt, ob ich mein kleines Tunistagebuch „Tunistrip“ nennen soll – klingt aber zu sehr nach „Indientrip“ à la Siebzigerjahre. Ausserdem koennte man dann ja aus Versehen Tuni-Strip lesen,  nicht gut. Oder „Tunistour“? Aber ich bleibe ja zwei Wochen an einem Fleck, von Tour also keine Spur! Nun ja, ich moechte ja nur ein paar Eindruecke fuer Feunde festhalten, dann muss man hinterher nicht so viel erzaehlen! Also Tunis.

Fruehstueck heute: Ganz ordentlich! Croissant mit Marmelade, Brot und Ei und Tee …
Erst nach einer Weile bemerkte ich, dass die meisten Gaeste um die Ecke verschwanden mit ihren Tellern. Ah, auf die Terrasse! Die einheimischen Gaeste und ich sassen lieber drinnen.
Ubrigens: Gut geschlafen, vorher im Fernsehen noch einen amerikanischen Krimi auf Deutsch genossen.

Heute der erste Blick nach draussen: Sonne und finstere Wolken abwechselnd, dazu Wind und angenehme Temperaturen! Es kann losgehen.

Tunis 1

11. Juli 2007 um 21:16 Uhr

Ich bin angekommen!!! Und endlich darf ich in dieser Hotelhalle mit Hilfe einer voellig versifften, teils unverstaendlichen Tastatur versuchen zu berichten. Nachdem ich etwa fûnfzigtausendmal vergeblich mein Passwort eingeben habe … verdammt, wo ist das A, das Z?? Von Umlauten ganz zu schweigen!

Draussen ruft eine Stimme vom nahen Minarett zum Gebet auf. Es hat etwas Magisches. Die letzten Stunden habe ich die Gegend erkundet; einen Supermarkt gefunden und mich nett mit einem japanischen Studenten unterhalten, der sich genauso wie ich gefreut hat, nicht der einzige Auslaender zu sein. Und japanisch zu sprechen. Ausserdem habe ich Spagetti und Eis gegessen, ein nettes Internetcafé entdeckt, das gerade schliessen wollte. Zwei junge Frauen dort haben mich auf morgen vertroestet.  Witzig uebrigens, dass mich die Frauen hier alle duzen. Es entsteht automatisch eine Art Frauensolidaritaet.

Kurze Unterbrechung: Ein japanisches Paerchen hat gerade eingecheckt und ich habe sie dreisterweise begruesst … frech, aber erfreulich fuer beide Seiten. Sollte ich mich hier in Tunesien als Japanerin outen?

Ach ja, der Flug bzw. die Fluege waren ganz ertraeglich. Alitalia hat ein Stueckchen Kuchen und einen Drink spendiert. Die arabische Grossfamilie, neben der ich in Berlin eingecheckt hatte, blieb mir lange erhalten und ich tauschte immer wieder ein Augenzwinkern mit den Toechtern, die wohl besser Deutsch als Arabisch sprachen. Hier am Flughafen Tunis uebrigens herrschte grosse Heimkehrstimmung: Tunesier aus Kanada, USA, Italien und Deutschland kehren nun heim, um hier den Sommer zu verbringen. Und die Jugendlichen sprechen zum Teil nur Englisch!

Das Abholen hat mit etwas Verzoegerung geklappt, dann aber wurde ich sehr nett ins Hotel gebracht, wo ich mich erstmal aufs Bettchen sinken liess … im Fernsehen lief eine deutsche VOX-Tiersendung und unten brausten die Autos vorbei.

Die Leute hier: nett! Bisher hat mich noch niemand laestig angequatscht, und wenn ich etwas frage, kriege ich hilfreich Antwort! Die Frauen sind selbstbewusst und flott, die Maenner scheinen am liebsten zusammenzuhocken und zu quatschen.

So, das war also mein erster Tag in Tunesien, meine erste Berûhrung mit Afrika!
Ich werde weiter berichten; schon allein weil anrufen zu teuer ist.

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Kultureller Höhepunkt

7. Juli 2007 um 17:58 Uhr

Wenn man einen Zehnjährigen ins Pergamonmuseum schleppt, darf man nicht unbedingt erwarten, dass er für alles Feuer und Flamme ist! Vorbei an riesigen Altären und Toren, knackigen Marmorjünglingen und uralten Schriften schreiten wir zur Sonderausstellung und lassen uns zeigen, wie die Schriften sich im Laufe der Jahrtausende verändert haben und wie man zum Beispiel aus tausenden von chinesischen Schriftzeichen (BaumBaumBaum …) ein Wandbild machen kann … doch für die Jugend ist der Beste auf dem Rückweg zu sehen. Wir gehen noch über einen (ziemlich geschmacklosen) „Nostalgiemarkt“ und erblicken: Gummibärchen. Bunte Bonbons. Colafläschchen, ihr wisst schon, diese Gummiteile. Als 3-D-Bilder, groß, mittel und klein!

Endlich ist auch die Jugend unter elf begeistert. Kaufen tun wir aber nix.

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