Archiv für die Kategorie 'Alltag'

Heiterkeit und Fröhlichkeit

Donnerstag, 15. Februar 2007

Ich finde es toll, wenn ich gleich am frühen Morgen darüber informiert werde, dass unser Bürgermeister unter der Bevölkerung mehr Frohsinn sehen möchte. Hurra! Vor meinem geistigen Auge tauchen lange Reihen weinbeseelter Karnevalsjecken auf, die bei dümmlichen Witzen in schallend-lallendes Gelächter ausbrechen. Jawoll, ein bisschen mehr Frohsinn in den Alltag, bitteschön, nicht so grimmig! Das möchte ich auf dem Weg zur S-Bahn gleich den wütend hupenden Autofahrern zurufen, die hinter einem Falschabbieger stehen. Der Nieselregen verteilt sich überall, Jacke und Tasche glitzern schon froh. Warum sehen dann die Leute so unfroh aus? Vor dem S-Bahnhof wieder der Alte auf seinem Stuhl, der auf eine kleine Spende hofft. Mensch, sei doch ein bisschen positiver! In der Bahn ergattere ich den letzten Sitzplatz und bin sehr froh. Die anderen weniger. Muffelköppe!
Auch die Krähen am Zoo sollten ein bisschen lustiger krächzen, finde ich. Was soll diese schwarzfedrige Miesepetrigkeit? Lächeln, bitte!

Schon wieder ein Päuschen!

Dienstag, 06. Februar 2007

Tja, wenn schon mal Winterferien in Berlin sind und Süddeutschland ruft – dann muss man dem Ruf auch folgen! Bis demnächst wieder …

Grauer Neuköllner Montag

Montag, 05. Februar 2007

Es gibt diese trüben Tag, an die man sich später absolut nicht mehr erinnert. Was, den hat’s auch gegeben? Weiß ich nicht mehr. Vielleicht ist da ja ein kleines Meerschweinchen gestorben. Oder ein Bild wurde gemalt vom Lächeln der Fische. Aber der Tag selbst? Vergesst ihn.

laechelnde-fische_b.jpg

Freitag einer Lehrerin

Samstag, 03. Februar 2007

Das gibt es: Die Schüler halten ein Referat über einen Feiertag in Russland. Um das Ganze nachvollziehbar zu machen, bekommen alle Zuhörer leckere Pfannkuchen, mit Schmand bestrichen. Torte in Schichten. Ein ulkiges Getränk, das irgendwie unserem Malzbier ähnelt. Köstliche Erzählungen und Bilder auf einem Monitor von alten Traditionen, die an vorchristliche Zeiten erinnern, die wir nie erleben durften. Als noch riesige Strohpuppen zum Winterende verbrannt wurden und die Menschen dazu ihre Lieder sangen. Toll, danke!

… und noch ’ne Kontrolle

Dienstag, 30. Januar 2007

(Heute Morgen, 8.30 Uhr, U7, Rathaus Neukölln)

„Schö’n gutn Morgn, die Fahrausweiskontrolle bitte!“

Wie jetzt? Muss ich jetzt auch noch selber kontrollieren? Soll ich diesen sehr kräftig aussehenden Glatzkopf nach seinem Fahrschein fragen? Ich lass es lieber. Er bedankt sich ja auch schon, als ich ihm meinen zeige.
Seltsam, diese Welt.

Fremde Sprachen

Mittwoch, 24. Januar 2007

Ich finde es spannend, völlig anderen Sprachen zu lauschen und die Sprecher damit in Verbindung zu bringen. Natürlich hat das immer etwas mit dem eigenen Sprachgefühl und mit der eigenen Sprache zu tun, niemand ist da frei! Da war neulich zum Beispiel dieser Inuit-Film in Originalfassung, der mich fast erschreckt hat – in meinen Ohren war diese Eskimosprache keine schöne Sprache, tut mir leid. Oder aber eine chinesische Nachrichtensprecherin, deren Hochchinesisch für mich wie Musik klingt! Die arabischen Jugendlichen in der U-Bahn, die über ihre Sprache zu stolpern scheinen, weil sie nicht wirklich darin zuhause sind, machen keinen guten Eindruck. Dann wieder heute im Bus zwei Türkinnen hinter mir: Ich konnte hören, dass es sich um zwei intelligente Damen handelte, deren Türkisch mit Bildung und Erziehung zu tun hat. Eine freundliche, musikalische Sprache, ich habe richtig gerne zugehört – ohne ein Wort zu verstehen!
Ich grüße hiermit alle meine türkischen Freunde!